„Idioten“ – Wade H. Garrett

Wenn Irre Ausgang haben …

Zwei Insassen brechen aus der Klapse aus, Twig, ein manipulativer Zwerg und Rocky sein willenloses Werkzeug.
Als Geisel wird eine Krankenschwester mitgenommen und in der ersehnten Freiheit erstmal ausgiebig vergewaltigt.
Twig kann endlich seine Fantasien ausleben und Rocky, der diese Art von körperlicher Freude bisher überhaupt nicht kannte, erlebt einen Rausch, der nach Wiederholung schreit und so hinterlassen die beiden, wo immer sie auftauchen, eine breite Spur aus Sperma und Blut.
Jeder, der ihren Weg kreuzt, muss leiden…

Rocky und Twig, einen gewissen Unterhaltungswert kann man den Beiden nicht absprechen, so man denn diese Art der Literatur mag, aber irgendwie ist es mir auf die Dauer doch zu dumpf, gerade weil „Idioten“ mit seinen 312 Seiten ein recht dicker Vertreter der Extrem Reihe ist.
Wenn dann die ganze Zeit nur gefoltert und vergewaltigt wird, ist das irgendwie etwas öde…
Mir persönlich gefällt da der gute Seth aus „Ein Blick in die Hölle“ um einiges besser.
Ja, auch da gibt es Gemetzel ohne Ende und auch er kennt sehr perverse Foltermethoden, aber zumindest kann man sich sagen, hey, die Opfer haben es verdient und bekommen genau das, was sie Anderen angetan haben, so hat man außerdem eine Entschuldigung, wenn man ab und an mal grinsen muss.
Bei den zwei Idioten sieht das etwas anders aus, die nehmen einfach alles, was ihnen vor die Flinte (oder besser den Schwanz läuft) und nutzen den winzigsten Grund als Ausrede für ihre Gewaltausbrüche.
Klar waren einige der Opfer Arschlöcher…
Eigentlich trifft auch der Titel die Sache auch nicht so ganz.
Gut, Rocky ist wirklich ein Idiot, ein Kind im Körper eines Riesen, naiv und dumm, gefährlich hat ihn erst Twig gemacht.
Der wiederum ist mit Sicherheit kein Idiot, denn er weiß genau, wie er Menschen manipulieren kann, sein großer Freund ist das beste Beispiel dafür und dennoch kommen selbst bei dem ab und an mal ein paar klare Momente durch, in denen ich mir jedes Mal dachte, na los, gibs ihm endlich…
Der kleine Zwerg ist einfach nur widerlich und während ich ihn anfangs sogar noch ein bisschen witzig fand, ging er mir gegen Ende eher auf den Keks, genau wie die ständigen Vergleiche der Figuren mit irgendwelchen Schauspielern.

Wade H. Garretts Buch lässt mich etwas zwiegespalten zurück, denn ab und an musste ich einfach lachen, schon allein wegen der doch sehr derben und plumpen Sprache, aber die passt sehr gut zu den beiden Irren.
Nach und nach fand ich die perversen Vergewaltiungsspielchen jedoch immer ermüdender, zumal das so ziemlich die einzige Handlung war und das ist mir dann doch etwas zu wenig.
Bei einem kürzeren Buch hätte es mich vielleicht nicht gestört, also wären ein paar Seiten weniger in dem Fall vielleicht ganz gut gewesen.
Insgesamt bleiben für die beiden Ausbrecher so nur 3,5 von 5 Besenstielen.
Und ja, ihr habt richtig gelesen, Besenstielen, wer das Buch kennt, weiß, warum …^^

• Titel:                                      „Idioten“

• Autor:                                    Wade H. Garrett

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           312 Seiten

• ISBN:                                      /, Festa Extrem

• Genre:                                    Horror

• Bewertung:

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.