„Die Buchwanderer“ – Britta Röder

Ich habe wohl etwas anderes erwartet …

Klappentext:
Ein Blick auf die schöne Unbekannte und schon hat Ron die Verabredung mit seinem Cousin Magus vergessen und folgt ihr durch die Stadt. Doch in der Bibliothek verliert er ihre Spur – oder hat sie ihm mit Shakespeares „Romeo und Julia“ eine Botschaft zuspielen wollen? Sofort beginnt Ron mit der Lektüre und findet sich im selben Augenblick mitten in Verona wieder …
Was wie eine romantische Liebesgeschichte beginnt, wird nicht nur für Ron zu einer literarischen Reise durch die Weltliteratur – von Verona in das Russland Puschkins, wo Ron plötzlich nicht mehr nur eine Randfigur ist, sondern in die Rolle Eugen Onegins schlüpfen muss – und weiter zu Cervantes „Don Quijote“. Schon bald bemerkt Ron, dass er nicht der einzige Wanderer zwischen den Bücherwelten ist. Doch der Ausweg bleibt verschlossen und die Ereignisse mysteriös.

Ron ist neu in der Stadt und eigentlich mit seinem Cousin Magnus zum Essen verabredet, doch dann trifft er sie in der Straßenbahn, die Frau seiner Träume.
Er folgt ihr in die Bibliothek, wo er sich schließlich aus den Augen verliert, doch sie hat etwas zurückgelassen, ein Buch, genauer gesagt „Romeo und Julia“ und so leiht Ron sich dieses aus, das Essen mit Magus ist darüber längst vergessen.
Und dann geschieht etwas seltsames, denn Ron kommt im Buch zu sich, er ist nur eine Randfigur, aber mitten drin im Geschehen, er lernt sogar Romeo kennen und auch die schöne Unbekannte ist da.
War das Buch eine Einladung?
Wer ist sie?
Bevor er näheres darüber herausfinden kann, ist er schon wieder zurück, aber ein neues Buch wartet bereits und so vertraut er sich seinem Cousin an.
Der findet die ganze Story überhaupt nicht merkwürdig, sondern beschließt sofort, ihm zu helfen, dabei hat auch er Probleme in Liebesdingen, denn die schöne Nachbarin hat es ihm angetan …

Hach ja, es hätte so schön werden können, ein Protagonist, der sich durch verschiedene Bücher kämpft auf der Suche nach seiner Angebeteten.
Ron ist sehr wohl in Büchern unterwegs, um die schöne Rosalia zu finden, leider ist seine Reise, zumindest für mich, total unspektakulär.
Gut, ich bin jetzt nicht unbedingt die Queen der Liebesromane, aber hätte man da nicht ein bisschen Action reinbringen können, ein bisschen Spannung, anstatt lange Passagen aus den Originalwerken zu rezitieren?
Rosalia bleibt für mich in Rätsel, ich weiß, wo sie herkommt und das auch sie sozusagen durch Bücher reist, das war es aber auch schon.
Mit Ron ist es ähnlich, er ist neu in der Stadt, sieht sie, ist hin und weg und natürlich ist sie die Frau fürs Leben.
Sie verschwindet zwar so schnell, wie sie aufgetaucht ist, hinterlässt jedoch eine Spur, „Romeo und Julia“, das erste Buch, in dem Ron sie wieder trifft und das zieht sich für mich wie Kaugummi.
Leider passiert nicht viel, keiner gerät in Gefahr, niemand muss gerettet werden, es gibt keine Lügen, keinen Betrug, einfach nichts.
Dabei finde ich die Idee, die beiden Protagonisten die Geschehnisse sozusagen von außen zu beobachten zu lassen, total genial…

Titel und Klappentext haben mich neugierig gemacht, ich mag ja fast alles, wenn es um Bücher geht und auch das Cover finde ich sehr gelungen, das aufgeschlagene Buch versprüht ja förmlich Magie.
Leider kann ich das von der Story nicht behaupten und ich möchte hier nochmal betonen, dass das lediglich meine Meinung ist und die ist nicht das Maß aller Dinge.
Das Buch findet bestimmt seine begeisterten Leser, die genau so eine Geschichte wollen, mir jedoch waren die Figuren völlig egal, sie hatten keinerlei Rahmen, sich irgendwie zu entwickeln, da ihr Handeln ja praktisch immer vorgeschrieben wahr und auch die ausgesuchten Bücher fand ich nicht die beste Wahl.
Ich hatte gehofft, es geht durch viele Werke, aber nach einem Drittel ging es immer noch um „Romeo und Julia“, nicht unbedingt mein Lieblingsbuch, und mehr als die im Klappentext genannten drei Bücher gab es nicht.
Vielleicht bin ich einfach mit falschen Erwartungen an die Sache herangegangen, aber ich hab schon nach 10 % mit mir gekämpft und wollte eigentlich abbrechen, aber ich dachte mir die ganze Zeit über: Hey, da muss doch noch was kommen.^^
Tat es nicht, darum gibt es von mir auch nur 2 von 5 Blutlachen, schade, das Thema hatte so viel Potential…

• Titel:                                      „Die Buchwanderer“

• Autor:                                    Britta Röder

• Verlag:                                   Acabus

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           296 Seiten

• ISBN:                                      978-3862825189

• Genre:                                    Fantasy

• Bewertung:

Dieser Beitrag wurde unter Rezensionen abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.