„Blutrausch“, Lesung Chris Carter, Krimifestival Erfurt, 23.10.2018

Ich und meine große Klappe, nachdem ich meine Tickets zur Lesung in Erfurt hatte, dachte ich mir, so ein kleines Interview wäre doch ganz nett, also hab ich rotzfrech einfach mal angefragt.
Faszinierenderweise erwies sich das Ganze als gar nicht so schwierig und das Okay dafür hatte ich recht fix, nur wurde die Panik davor mit jedem Tag größer, erst recht, als meine Begleitung dann auch noch absagte und wer mich kennt, der weiß, ich bin der geborene Chaot…

Nach dem Roxette Konzert am Vorabend in Berlin und einer doch recht kurzen Nacht ging es auch schon auf in Richtung Erfurt, aber zumindest war ich nicht mehr ganz so aufgeregt, denn ich hatte nun doch Gesellschaft, ach Sylvia, du glaubst gar nicht, wie froh ich war, dass du eingesprungen bist, lach…
Den Weg zu meinem Gästezimmer hab ich noch gefunden, als mich dann jedoch die Dame vom Ullstein Verlag anrief, um alles noch einmal kurz durchzusprechen, war die Aufregung wieder da, schlimmer als vorher.
Natürlich hat man dann auch nur noch einen Gedanken: Was ist, wenn du dasitzt und dir einfach die passenden Worte nicht einfallen, du dich verhaspelst oder einfach vor lauter Aufregung kein Wort rauskriegst?
Eigentlich ist Englisch ja kein Problem für mich, aber das hat mir echt Sorgen bereitet, zumal man ja auch vorher nie weiß, was einen erwartet…

Kurzum, als ich mich auf den Weg oder besser die Suche nach der Buchhandlung gemacht hab, war die Panik schon nicht mehr zu toppen, zum Glück war ich von da an Sylvia an meiner Seite.^^
Kurz nach unserer Ankunft erschienen dann auch schon Chris und Begleitung und nach einem fixen Anruf bei der netten Dame vom Verlag waren wir drin und nach einer kurzen Vorstellung alleine mit ihm im Untergeschoss.

Den Beginn des Interviews hab ich natürlich gleich mal verkackt, weil ich vergessen hatte, das mitgebrachte Diktiergerät einzuschalten und nachdem Chris mich darauf aufmerksam gemacht hatte, war ich erstmal komplett raus und hab den Einstieg total versemmelt, das Video schneiden muss ich also auch noch…^^

Trotz allem lief für meine Verhältnisse alles fast perfekt, was wohl vor allem daran lag, das Chris eine verdammt coole Sau ist und quatschen kann wie ein Wasserfall, lach.
Egal ob zu seiner Vergangenheit als exotischer Tänzer („Sagen wir es so, ich war Stripper…“ oder so ähnlich) oder zur geplanten, aber wohl niemals umsetzbaren Band mit Fitzek und Nesbø, Chris blieb keine Antwort schuldig.
Mehr dazu gibt es dann übrigens die Tage im Interview, wenn ich es denn mal übersetzt habe.
Stolze 15 Minuten hatte man mir mir Chris eingeräumt und die habe ich natürlich voll ausgeschöpft und am Ende gleich noch meine Bücher signieren lassen und ein Foto gemacht, bevor es zurück nach oben zur Lesung ging, wo es inzwischen schon mächtig voll war.

Begleitet von einer Übersetzerin und einem lokalen Schauspieler, als Vorleser ging es schließlich los, erst las Chris etwas aus „Blutrausch“ vor, dann gab es die deutsche Übersetzung gefolgt von einer kurzen Fragerunde, einer weiteren deutschen Vorlesung und zum Abschluss konnte man noch einmal Fragen stellen, blöderweise hatten wohl so einige dieselben Gedanken wie ich, denn ein paar wiederholten sich.
Während aus seinem Buch gelesen wurde, spielte Chris gedankenversunken an Hose oder Haaren, was ihn mir irgendwie noch sympathischer machte.
Alles in allem war es eine sehr schöne, interessante, teilweise etwas makabere Veranstaltung, nur der Übersetzerin wurden die blutigen Details irgendwann wohl etwas zu viel.
Da wir ja ganz vorne saßen, war es kein Problem am Ende noch fix ein Buch zum Verlosen unterschreiben zu lassen und auch für ein weiteres Foto (diesmal zur Anwechslung sogar mal fast ohne Gesichtsfasching) und ein paar Worte blieb noch Zeit.
Danach war mein Abend mit Chris Carter zu Ende, aber eins muss ich noch sagen, meine ganze Aufregung war völlig für umsonst, denn ich bin auf einen total offenen und  humorvollen Menschen getroffen, danke Chris.

Und ein ganz besonderes Dankeschön geht an dieser Stelle natürlich auch an die Buchhandlung Peterknecht und den Ullstein Verlag, die mir mein kleines Interview überhaupt erst ermöglicht haben…

PS: Die Verlosung des signierten Exemplares von Blutrausch gibt es, wenn das Interview online ist.

PPS: Ihr dürft mir, wie immer, gern einen Kommentar hinterlassen…

Dieser Beitrag wurde unter Lesungen abgelegt und mit , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.