„Die neunte Konfiguration“ – William Peter Blatty

Versteckt in den Wäldern liegt ein altes Herrenhaus, das inzwischen als Irrenanstalt genutzt wird, alle Insassen sind Soldaten, die quasi von jetzt auf gleich durchgedreht sind.

• Titel:                                      „Die neunte Konfiguration“

• Autor:                                    William Peter Blatty

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                   Hardcover

• Seitenzahl:                           192 Seiten

• ISBN:                                      978-3-86552-824-7

• Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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Monatsrückblick April

Wie heißt es doch so schön?
Alles neu macht der Mai, na da lassen wir uns doch mal überraschen.
Doch zuerst einmal gibt es den üblichen Monatsrückblick, diesmal natürlich für den April. Immerhin sind es letzten Monat dann doch wieder 15 Bücher geworden, durch Homeoffice und den dadurch wegfallenden Arbeitsweg hab ich doch ein bisschen Zeit eingespart, die ich so ganz sinnvoll nutzen konnte.
Wie üblich gibt es auch wieder eins, das ich nicht beendet habe, diesmal ist es „Trackers 3“.
Nun gut, dann wird es wohl das erste Mai-Buch werden.
Teil 4 soll diesen Monat auch noch dran glauben, so dass ich mich endlich über „Hell Divers“ hermachen kann, mal schauen, ob das was wird.
Zumindest der Wille ist schon mal da, aber erstmal zurück zum vergangenen Monat:

♦ „Eat Local(s)“ – Danny King
♦ „Das Zeitalter der Kröte“ – Faye Hill
♦ „Human Monster“ – Stephanie Bachmann
♦ „Idioten“ – Wade H. Garrett
♦ „Code Genesis – Lass dich nicht schnappen“ – Andreas Gruber
♦ „Kinder des Bösen“ – Jonathan Janz
♦ „Rock-and-Roll-Zombies aus der Besserungsanstalt“ – Bryan Smith
♦ „Der Steward“ – Franz List
♦ „Kannibalen“ – Frank Festa (Hrsg.)
♦ „Totengabe“ – Chelsea Cain
♦ „Guter Bulle, böser Bulle“ – J, A, Konrath
♦ „Kindsschuld“ – Martin Krist
♦ „Hämoglobin“ – Torsten Sträter
♦ „Ich hole dir die Vögel vom Himmel“ – Brian Hodge
♦ „Verfall“ – April Nierose

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„Verfall“ – April Nierose

Wieso, weshalb, warum ? …

Hanna ist jung und hübsch, aber anstatt das Leben zu genießen, versucht sie die Leere in ihrem Inneren mit Alkohol und Bettgeschichten zu füllen.
Bis sie eine Nachricht bekommt, die sie zum Bahnhof führt und da trifft sie ihn tatsächlich wieder, ihren verschwundenen und totgeglaubten Freund.
Doch auch er hat sich verändert, genauso wie seine Schwester Leonie, die Hanna bisher für eine Freundin hielt.
Doch Leonie hat ein Geheimnis und sie ist damit nicht allein …

Wieder mal ein Buch, dass es mir schwer macht.
Wie erkläre ich jetzt am Besten warum?
Erstmal ist da Hanna, um die sich alles zu drehen scheint, die mir aber irgendwie einfach nur unsympathisch ist.
Vielleicht bin ich zu alt für solche Protagonisten, keine Ahnung, ich habe auf jeden Fall nur mit dem Kopf geschüttelt.
Hanna säuft und vögelt sich durchs Leben, trägt auf der Straße gerne einen Messergürtel, für den Fall, dass ise sich verteidigen muss, denn da war mal was, irgendwann, was,  erfährt man jedoch nicht.
Sie lebt bei ihrem Stiefvater, der Mutter hat sie den Rücken gekehrt, weil etwas vorgefallen ist, was, erfährt man nicht.
Man könnte jetzt anmerken, das Buch ist der erste Teil einer Reihe und man soll angefüttert werden, was ja an sich nicht falsch ist.
Hier allerdings muss ich sagen, ich hab das Buch gelesen und war so schlau wie am Anfang.
Ich hab erwartet, dass mir die Figuren etwas näher gebracht werden, dass ich etwas von ihrem Hintergrund erfahre, aber hier kommen nur immer mehr Fragezeichen hinzu und das hat mich wahnsinnig gemacht.
David beschreibt Hanna immer wieder als total fair und gerechtigkeitsliebend, sie aber putzt die nicht ganz so helle Geliebte ihres Vaters runter auf eine Art und Weise, nun ja, das Mädel geht mir einfach gegen den Strich, sorry.
David ist ein weiteres Buch mit sieben Siegeln.
Er taucht einfach so aus dem Nichts wieder auf, nachdem er verschwunden war, ist eben so.
Bestimmt wird darauf in einem anderen Band noch Bezug genommen, aber das ist mir einfach zu spät.
Lediglich Leonie hat mich überzeugt, die böse Hexe in dieser Geschichte, zumindest sieht es bis hierhin so aus.
Auch sie ist mir keinesfalls sympathisch, aber wenigstens verstehe ich hier, was sie antreibt, auch wenn sie ein manipulatives Miststück ist…

Ich denke, ich werde diese Reihe nicht weiter verfolgen, denn wenn die anderen Teile sich auch so ziehen, ohne das man wirklich etwas erfährt, dann ist das einfach nichts für mich. Dabei war „Verfall“ nicht einmal schlecht geschrieben und die Idee mit dem Cover, das von Band zu Band immer weiter ausgebaut wird, finde ich immer noch genial, auch wenn das erste etwas unspektakulär wirkt.
Die Story an sich ist auch nicht verkehrt, aber man hat keine Ahnung, was daraus werden soll.
Ein Thriller?
Vielleicht eine Liebesgeschichte?
Oder etwas vollkommen anderes?
Die ständigen Zeitsprünge haben mir das Lesen auch etwas erschwert, ständig musste ich zurückblättern und aufs Datum schauen.
Wenn ich am Ende nur weiß, dass Leonie gern von ihrem Bruder flachgelegt werden würde, dass aber bereits anfangs erwähnt wurde, ist mir persönlich das einfach zu wenig.
Ja, man muss Charaktere einführen, um eine Geschichte aufzubauen, aber ein ganzes Buch lang und dann noch ohne das man wirklich irgendetwas über sie erfährt?
Sorry, aber das ist mir zu wenig und so gibt es für „Verfall“ nur 3 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Verfall“

• Autor:                                    April Nierose

• Verlag:                                   Independently published

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           232 Seiten

• ISBN:                                      978-1973199762

• Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Ich hole dir die Vögel vom Himmel“ – Brian Hodge

Ein düsteres Familiengeheimnis …

Als Nona die alten Bilder ihres Urgroßvaters findet, ist sie seltsam ergriffen von ihnen, auch wenn sie sehr düster sind.
Ihr Freund Lucas ermutigt sie, sich professionellen Rat zu holen und so landet sie bei Timothy, dessen Tochter nach dem Tod der Mutter seit zwei Jahren auf Weltreise ist.
Sofort ist ihm die junge Frau sympathisch, eine Art Tochterersatz.
Doch das Gemälde, das sie mitgebracht hat, ist gruselig und doch irgendwie faszinierend und so fährt er mit ihr zurück nach Hause, um auch ein Auge auf die anderen Bilder zu werfen, dabei stößt er auf ein Triptychon, von dem jedoch das dritte Bild fehlt.
Da es im Nachlass des Uropas jedoch nicht auffindbar ist, vermutet Nona, dass es sich vielleicht noch im Dorf seiner Frau befindet, einem Dorf, das längst unbewohnt ist und über dessen ehemalige Bewohner seltsame Geschichten erzählt werden …

„Ich werde dir die Vögel
vom Himmel holen,
ihre Federn, ihr Gebein.
Ich werde die Würmer
aus der tiefen Erde rufen,
die Sterne auferwecken,
und die Winde, die sie schufen.
Gemeinsam finden wir einen Weg heim.“
(Seite 64)

Eigentlich ist „Ich hole dir die Vögel vom Himmel“ eine tragische Liebesgeschichte, eine Geschichte von Menschen, die ihre Heimat lieben, die trotz eher düsterer Aussichten nicht weichen wollen, verpackt in eine Horrorstory.
Nona weiß, dass sie ihr Zuhause besser verlassen sollte, da sie dort nicht viel zu erwarten hat, aber ihre Wurzeln gehen zu tief, sie will nicht weg, ähnlich ergeht es auch Timothy, nachdem er zum ersten Mal bei ihr war.
Doch er und Lucas entwickeln auch diese ungesunde Art von Bessenheit, sie wollen wissen, was es mit den Gemälden auf sich hat.
Bei Nona hingegen ist es eine Suche nach Familiengeschichte, sie weiß so gut wie nichts über ihren Urgroßvater, kennt nur einige merkwürdige Gerüchte, die kursieren.
War er tatsächlich der brutale Mörder, für den ihn alle halten?
Alle drei bekommen Antworten auf ihre Fragen, nachdem sie das alte verfallene Dorf aufgesucht haben, mit sehr unterschiedlichen Konsequenzen, doch für keinen ist das Leben wie vorher.

Es fällt leicht, sich in Nona hineinzuversetzen, sie ist auf der Suche nach der Wahrheit, ist aber auch dem Geld für die Bilder nicht abgeneigt, trotzdem wirkt sie keinesfalls gierig, sondern eher etwas verloren.
Ähnlich geht es mir auch mit Timothy, der nach dem Tod seiner Frau damit klarkommen muss, dass auch seine Tochter nun ein eigenes Leben lebt, weit weg von ihm.
Die Dunkelheit der Bilder spricht ihn an, zieht ihn in ihren Bann und das Schicksal hat bereits Pläne mit ihm.
Lucas, der dritte im Bunde, ist mir hingegen irgendwie etwas suspekt.
Er hält sich für Nonas Freund, geht bei ihr ein und aus und ist, gelinde gesagt, von Anfang an ein eher komischer Kauz, dem seine spätere Rolle sehr zuzusagen scheint.

Hach ja, ein fast schon romantisch klingender Titel und dann so eine düstere Story und das fast vollkommen ohne Blutvergießen.
Natürlich gibt es ein paar Tote, aber um die geht es ja eigentlich nicht, sondern um die fast schon Dreiecksbeziehung zwischen Nona, Lucas und Timothy, die sehr tragisch endet.
Wobei, endet sie überhaupt?
Das Cover mit den Vogelschädeln und dem orangefarbenem Pilz passt perfekt, wer das Buch gelesen hat, weiß, warum und auch der Schreibstil weiß zu überzeugen.
Obwohl es sich um eine Horrorgeschichte handelt, geht es nicht wirklich blutig zur Sache, sondern fast schon poetisch, so merkwürdig das jetzt klingen mag und irgendwie hat mich das Ganze ein bisschen an Edgar Allen Poe erinnert, was wahrscheinlich an der düsteren Stimmung liegt, die nie verschwindet.
Ich habe vorher noch nichts von Brian Hodge gelesen, das sollte ich wohl dringend nachholen, 4,5 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Ich hole dir die Vögel vom Himmel“

• Autor:                                    Brian Hodge

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                   Hardcover

• Seitenzahl:                           124 Seiten

• ISBN:                                       /, Festa Special

• Genre:                                    Horror

• Bewertung:

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„Guter Bulle, böser Bulle“ – J. A. Konrath

Wenn Mutters Liebesleben zum Problem wird …

Im Leichenschauhaus tauchen zwei abgetrennte Arme auf, die zu keiner der dort gelagerten Leichen gehören und da draußen wohl kaum jemand rumspaziert, ohne den Verlust zu bemerken, geht man recht bald von einem Mord aus.
Als ein Escort-Girl verschwindet und später als Leiche wieder auftaucht, ist Jackie plötzlich Katzenbesitzerin, es gelingt ihr einfach nicht, das Tier irgendwo unterzubringen, was keinen verwundert, denn das Viech ist echt gestört.
Hinzu kommen Probleme mit der eigenen Mutter, die nicht mehr ganz so rüstig ist, wie sie denkt und nach sich einigem Hin und Her schließlich doch bereit erklärt, bei ihrer Tochter einzuziehen, allerdings bringt unerwarteten Besuch mit, Jacks Ex-Mann und schon ist das Gefühlschaos perfekt.
Äußerst ungünstig, wenn man gerade mitten in einem Mordfall steckt, in dem immer wieder Leichenteile auftauchen.
Da der Killer genau zu wissen scheint, wie er die Leichen am Besten los wird ohne Spuren zu hinterlassen und schließlich auch noch Jacks Handschellen an einem der Opfer gefunden werden, befürchten Jack und Herb, dass der Mörder ein Polizist, einer von ihnen, ist.
Wem können sie noch trauen?

Jacks Mutter und ihre Bettgeschichten, ja, da brennen sich immer Bilder in mein Gehirn ein, die ich so schnell nicht wieder los werde, Kopfkino der ganz besonderen Art sozusagen.
Aber amüsant sind diese Abschnitte alle Male, ich liebe Konraths Humor einfach.
Getoppt wird das Ganze nur noch von Mr. Friskers, dem Killerkater, was für ein Mistviech, ich bin da ganz bei Herb und hätte wohl sofort meine Waffe gezogen.^^
Dass der Killer diesmal im eigenen Umfeld zu suchen ist, ist recht schnell klar denn es tauchen immer wieder Gegenstände bei den Leichen auf, an die nur ein „Eingeweihter“ kommt, deswegen muss das Ermittlerduo diesmal auch besonders vorsichtig sein.

Diesmal ist es zur Abwechslung mal nicht Harry, der mit einem seltsamen Haustier punktet, aber eigentlich steht ihm Jacks neuer Mitbewohner in nichts nach, er ist mindestens genau so arschig.^^
Für Lacher ist also gesorgt und auch für einen spannenden Fall, lediglich das Cover überzeugt mich mal wieder nicht, aber das ist ja nichts Neues.
Aber bekanntlich ist es ja der Inhalt, der zählt und für den gibt es die inzwischen schon üblichen 4 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Guter Bulle, böser Bulle“

• Autor:                                    J. A. Konrath

• Verlag:                                   Edition M

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           432 Seiten

• ISBN:                                      978-1477822753

• Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Hämoglobin“ – Torsten Sträter

Toll geschrieben, aber das reicht mir leider nicht …

Klappentext:
Jacks Gutenachtgeschichten sind ausgewählte, geschliffene Horrorstories. Jede davon ein blutiges Bündel böser Überraschungen, gewoben aus Angst und Irrsinn, vernäht mit dem Faden schneidender Ironie.
Torsten Sträter demonstriert eindrucksvoll, dass das Grauen nicht nur auf verfallenen Friedhöfen oder fernen schottischen Schlössern wütet. Es kann uns ebenso ereilen in Altenheimen, auf Autobahnen oder gar im heimischen Wohnzimmer. Es gibt kein Entrinnen.

Als Komiker und Kabarettist hat Torsten Sträter sich inzwischen einen Namen gemacht, dass er vorher geschrieben hat, wissen wenige.
Unter anderem entsprangen seiner Feder eben auch drei Horror-Anthologien, „Hämoglobin“ ist der erste Band und enthält folgende Storys:

Jägerlatein
♦ Der Geruch von Blau
♦ Berechtigter Münzeinwurf
♦ Der Mitbewohner
♦ Nachtprogramm
♦ Eine Fage der Form
♦ Saldo Mortale
♦ Ein Brief, zähneknirschend verfasst
♦ Mr. Daniels und ich an der Tankstelle der lebenden Toten
♦ Hämoglobin

Es geht um Löwenmenschen, Mitbewohner, die sich als blutrünstige Fabelwesen erweisen, einen Besuch im Altenheim, der nachdenklich macht, kurzum, es wird fast jeder Bereich abgedeckt.
Ich mochte „Ein Brief, zähneknirschend verfasst“, einfach, weil da der ganz eigene Sträter-Humor durchschimmert, ansonsten ist mir allerdings keine Geschichte wirklich im Gedächtnis geblieben, also so, dass ich sofort an sie denken muss, wenn der Buchtitel genannt wird, manchmal brennt sich einem ja das eine oder andere direkt ins Hirn, ein Lesewurm, sozusagen, aber den hatte ich hier nicht.

Ich mag Torsten Sträter und ein großer Pluspunkt an diesem Buch ist, dass er genau  so schreibt, wie er erzählt, das finde ich toll.
Vor- und Nachwort sind typisch für ihn und ja, ich musste schmunzeln, da kommt Humor gemischt mit einer Prise Sarkasmus durch, ganz so, wie ich es liebe und eigentlich gefallen mir diese Texte besser als der eigentliche Inhalt, denn genau dieser Biss hat mir dann bei den Geschichten gefehlt.
Sie sind toll geschrieben, ohne Zweifel, aber irgendwie reißen sie mich nicht vom Hocker, für mich persönlich passiert da einfach zu wenig.

So sehr ich seinen Humor auch mag, Torsten Sträters Kurzgeschichten haben mich nicht vollkommen überzeugt.
Ja, sie sind abwechslungsreich und er hat seinen ganz eigenen Stil, so wie auf der Bühne eben auch, aber so richtig will das bei mir hier nicht zünden und manche Geschichten sind eher zäh, aber das haben Anthologien ja generell so an sich, meistens sagt einem eben nicht alles zu.
Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich die anderen beiden Bände jetzt so unbedingt lesen muss …
Das Cover sagt mir leider überhaupt nicht zu, anstelle der roten Playmobilfigur wäre ein Kaugummiautomat vielleicht die bessere Wahl gewesen.^^
Wie bereits erwähnt, finde ich Torsten Sträters Schreibstil sehr angenehm, gerade, weil man sich vorstellen kann, er sitzt neben einem auf der Couch und plaudert aus dem Nähkästchen.
Vom Inhalt des Buches hab ich mir allerdings mehr erhofft.
Nein, es ist definitiv nicht schlecht, aber nach all den Lobeshymnen, die ich darüber gelesen hab, fand ich es doch eher etwas ernüchternd und vergebe so 3,5 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Hämoglobin  – Jacks Gutenachtgeschichten 1″“

• Autor:                                    Torsten Sträter

• Verlag:                                   Eldur

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           184 Seiten

• ISBN:                                      978-3937419039

• Genre:                                    Anthologie, Horror

• Bewertung:

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„Totengabe“ – Chelsea Cain

„Let me go …“

Susan bekommt eine Einladung zu einer Party von Leos Vater Jack, , schnell ist ihr klar, dass da etwas nicht mit rechten Dingen zugeht und sie nur da ist, damit erein Druckmittel gegen seinen Sohn zur Hand hat.
Doch auch Archie ist zur Feier auf der Privatinsel anwesend, es ist sein Geburtstag und der endet anders als gedacht, denn in den frühen Morgenstunden kommt er schlammbeschmiert am Ufer zu sich.
Nur vage kann er sich erinnern, da war etwas mit Leo und dann taucht die Leiche einer jungen Frau auf.
Während der Ermittlungen werden ihm Videobänder zugespielt und die zeigen in einer verfänglichen Situation mit Gretchen zeigen, was ist in jener Nacht geschehen?

Hach, ich liebe Gretchen, ich glaube, das erwähnte ich schon mindestens einmal, sie ist einfach so herrlich böse…
Natürlich hat sich daran nichts geändert, nach wie vor verfolgt man als Leser das Katz-und Mausspiel zwischen ihr und Archie, diese besondere Verbindung, die die Beiden ja trotz allem zu haben scheinen, selbst wenn das Ganze für Archie immer mit Schmerzen endet.
Doch auch Henry, Leo und Susan sind wieder mit von der Partie und letztere schafft es wie immer, sich in Schwierigkeiten zu bringen, auch wenn sie diesmal eigentlich unschuldig ist.
Mit Leo hat sie ja nun einen Mann an ihrer Seite und auch Archie führt fast so etwas, wie eine normale Beziehung, aber der Schein kann trügen…

Oh man, ich habe verdammt lange gebraucht, um den sechsten Teil der Gretchen Reihe zu lesen.
Nachdem ich damals Band 5 beendet hatte, ließ der ewig auf sich warten und als ich ihn dann endlich hatte, stand er im Regal und stand und stand…
Ich habe ihn also mit in meine Liste der Werke, die ich dieses Jahr unbedingt noch lesen will, aufgenommen und ich habe es nun tatsächlich geschafft.
Auch nach der langen Zeit fällt es nicht schwer, sich die Geschehnisse in Erinnerung zu rufen, Gretchen vergisst man eben nicht so schnell.
Warum „Totengabe“ im Gegensatz zu den anderen Büchern plötzlich schwarz ist und was der Titel überhaupt soll, nun ja, da bin ich überfragt, der Originaltitel „Let me go“ trifft es definitiv besser.^^
Allerdings überzeugt auch der letzte Teil und wer weiß, vielleicht rafft sich Chelsea Cain ja noch einmal auf und führt Archie und Gretchen wieder zusammen, denn wie ein Abschied für immer klingt es nicht wirklich.
Dennoch blicke ich nun erstmal mit einem weinenden Auge zurück, denn wie der Klappentext schon sagt, keine mordet so schön wie Gretchen und das ist mir wieder 4 von 5 Skalpellen wert.^^

• Titel:                                      „Totengabe“

• Autor:                                    Chelsea Cain

• Verlag:                                   Blanvalet

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           478 Seiten

• ISBN:                                      979-3-442-38386-3  

• Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Der Steward“ – Franz List

Kein Traumschiff …

Der 19-jährige Max hat einen Traum, zu gerne würde er auf der MS Hesperos, einem riesigen Kreuzfahrtschiff arbeiten, doch die geht ohne ihn auf Jungfernfahrt.
Allerdings meint es das Schicksal dann doch noch gut mit ihm, denn als ein Teil der Besatzung krank wird, schlägt seine große Stunde, nach dem Flug nach Afrika soll er an Bord gehen und seinen Dienst als Steward aufnehmen.
Seine kleine Kabine teilt er sich mit Andi, schon bald verbringen die beiden auch ihre Freizeit gemeinsam.
Bei einem Ausflug an Land lernt Max Mona, eine hübsche Einheimische kennen, er schmuggelt sie mit an Bord und schließlich haucht sie im kleinen Bad ihr Leben aus.
Obwohl es ein Unfall war, müssen die beiden Besatzungsmitglieder die Leiche loswerden und dabei gehen sie nicht besonders zimperlich vor …

Natürlich wollte ich wissen, ob Max und Andi mit ihren Taten davonkommen, aber vollkommen überzeugt hat mich „Der Steward“ nicht, dafür plätschert es zu sehr vor sich hin, wirkliche Spannung kommt erst am Ende auf und dann wird das Geschehen so schnell abgewürgt, warum?
Ohne zu spoilern kann ich leider nicht näher darauf eingehen, nur so viel, der Autor hat da so viel Spielraum gehabt, sich aber leider dazu entschlossen, dass das, worauf man eigentlich die ganze Zeit wartet, mal eben ganz fix nebenbei abgefrühstückt wird, ja, das hat mich gestört.
Auch die beiden Stewards waren mir alles andere als sympathisch.
Die Sache mit Mona war ein Unfall, aber schon da haben sie erstaunlich abgebrüht reagiert.
Klar, mit einer müffelnden Leiche tagelang in einer kleinen Kabine übernachten, kein Ding …
Max Schuldgefühle sind nicht wirklich glaubhaft, er fühlt sich so schlecht, hat ständig Albträume und reagiert dann bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit noch abgebrühter ?
Aber auch der Rest der Charaktere ist für mich eher merkwürdig.
Mona, das arme Opfer, die nach der Nacht einfach nicht wie verabredet das Schiff verlässt.
Was will sie, bleiben und ein bisschen den Luxus genießen?
Der feine reiche Herr Bronch ist auch so ein Ekelpaket, dicht gefolgt von Digliaro, dem Chief Steward.
Und selbst die Afrikaner kommen nicht gut weg, die Frauen verkaufen ihre Körper, die Männer Drogen oder ihre Frauen…
Vielleicht übertreibe ich ein bisschen, aber mir ist das zu oberflächlich …

Die Story an sich hat Potenzial, allerdings bin ich der Meinung, dass das zu wenig ausgeschöpft wird.
Die Charaktere verhalten sich teilweise sehr unglaubwürdig und die einzige „Normale“, die mich nicht permanent den Kopf schütteln lässt, ist Anna.
Dafür ist das Meer als Leichenentsorgungsort schon fast die perfekte Lösung und ein Kreuzfahrtschiff an sich ist auch ein toller Ort, immerhin ist es ständig in Bewegung, die angefahrenen Städte ändern sich …
Das Cover passt sehr gut zu diesem Setting, am Bullauge erkennt man sofort das Schiff und auch die düstere Story wird eingefangen.
Insgesamt vergebe ich für die blutig-makabere Kreuzfahrt 3,5 von 5 Blutlachen, denn trotz der ganzen Kritik haben Max und Andi mich bei der Stange gehalten, auch wenn ich auf eine Begnung mit ihnen lieber verzichten würde.^^

• Titel:                                      „Der Steward“

• Autor:                                    Franz List

• Verlag:                                   Independently published

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           224 Seiten

• ISBN:                                      979-8622969539

• Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Kinder des Bösen“ – Jonathan Janz

Düstere Legenden …

Alles beginnt mit einem Baseballspiel und Mia, die eigentlich die Freundin eines älteren Typen der gegnerischen Mannschaft ist.
Und doch lächelt sie den 15-jährigen Will an und setzt damit völlig unbewusst schreckliche Ereignisse in Gang.
Nein, der Sommer meint es nicht gut mit Will und dass er beim Freund seiner Angebeteten ganz oben auf der Abschussliste steht, ist noch sein geringstes Problem, denn außer einem irren Kindermörder, der ausgebrochen ist, sind da noch die Höhlen in der Nähe seines Zuhauses und die scheinen nicht so verlassen, wie gedacht… 

„Kinder des Bösen“ ist beides, eine Coming of Age Geschichte und Horror, am ehesten vielleicht zu vergleichen mit Stephen Kings „Es“, denn auch hier stellt sich eine Gruppe von Kindern bzw. Teenies dem Bösen entgegen, allerdings nicht ganz freiwillig.
Der erste Teil des Buches dreht sich um Will, seine kleine Schwester Peach, für die er sorgt und das verkorkste Verhältnis zu seiner Mutter, die sich lieber mit Pillen zudröhnt, anstatt sich um ihre Kinder zu kümmern.
Doch zum Glück gibt es die Clique, bestehend aus seinen Freunden Chris und Barley und seit neuestem eben auch aus Mia und deren Freundin Rebecca.
Bei einem nächtlichen Badeausflug zum Fluss kommen sich zwar Will und Mia näher, dort sieht sie das Wesen mit den grünen Augen aber auch zum ersten Mal und von da an wird alles anders.
Was mit einer kleinen zarten Lovestory beginnt, endet im Grauen.
Dass Will nach all den Jahren die Wahrheit über seinen Vater erfährt, ist dabei noch das kleinere Übel.
Viel schlimmer ist eine alte Legende von riesigen Wesen, die in Höhlen leben, Menschenfleisch fressen und seltsame grüne Augen haben sollen, Augen, in die Will und seine Freunde bald schauen…

Jonathan Janz erzählt mit „Kinder des Bösen“ eine tolle Geschichte, auch wenn er das Rad damit natürlich nicht neu erfindet.
Viele Dinge sind bekannt, der gemeine Schläger eigentlich ne arme Sau ist, weil er zu Hause nur niedergemacht wird, der reiche Freund, den man insgeheim beneidet, bis man mitbekommt, dass seine tolle Familie ein Witz ist und es hinter verschlossener Tür zu Gewaltausbrüchen kommt.
Und natürlich gibt es auch immer jemanden mit einem Suchtproblem, dieses Grundgerüst ist irgendwie immer überall gleich, bei King, Mafi, Lansdale, McBean …, aber es funktioniert.
Trotzdem warte ich gespannt auf ein Buch, das da mal einen eigenen Weg geht.
Nichtsdestotrotz hat „Kinder des Bösen“ mich begeistert, mitgenommen auf eine Achterbahn von Gefühlen, mich mit Will, Chris und Mia leiden lassen und genau das ist es ja, was zählt.
Auch das Cover von Timo Wuerz weiß zu überzeugen und auch wenn das Buch „Der Schmerz des Erwachens“, meine liebste Sammlerausgabe nicht ablösen kann, so ist es doch nahe dran, 4,5 von 5 Blutlachen …

• Titel:                                      „Kinder des Bösen“

• Autor:                                    Jonathan Janz

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                   Hardcover

• Seitenzahl:                           492 Seiten

• ISBN:                                      /, Festa Sammlerausgabe

• Genre:                                    Horror

• Bewertung:

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„Kannibalen“ – Frank Festa (Hrsg.)

Dr. Lecter lässt grüßen …

13 Autoren, ein Thema, 13 ganz unterschiedliche Storys und in allen geht es ums Futtern, mal mehr, mal weniger blutig.
In „Kannibalen“ finden wir folgende Kurzgeschichten:
♦ „Schnee-Engel“ – Greg F. Gifune
♦ „Cyprians Erzählung“ – E. T. A. Hoffmann
♦ „Maden“ – Tim Curran
♦ „Sie beißen“ – Anthony Boucher
♦ „Tief unten“ – Robert Barbour Johnson
♦ „Das Festmahl in der Abtei“ – Robert Bloch
♦ „Der Kannibalenschmaus“ – David Case
♦ „Das Bild im Haus“ – H. P. Lovecraft
♦ „Eric, die Pastete“ – Graham Masterton“
♦ „Madenmädchen im Gefängnis der toten Frauen“ – Edward Lee
♦ „Arthur Gordon Pym, der Kannibale“ – Edgar Allen Poe
♦ „Lord Glyphtards Geschichte“ – Brian McNaughton
♦ „Auf der Suche nach dem verlorenen Atlantis“ – Harlan Ellison

Nicht nur zeitgenössische Schriftsteller haben sich mit dem Genuss von Menschenfleisch auseinandergesetzt und so kommen neben Edward Lee und Tim Curran eben auch E. T. A. Hoffmann, Edgar Allen Poe und H. P. Lovecraft zu Wort.
Deren Beiträge sind natürlich anders und nicht so detailreich wie zum Beispiel Currans „Maden“, aber gerade Poe Beitrag ist nicht weniger verstörend.
Ich muss gestehen, Greg F. Gifune hat mich diesmal etwas enttäuscht, sein „Schnee-Engel“ hat bei mir irgendwie nicht gezündet.
Dafür Hut ab für Graham Masterton, „Eric, die Pastete“ kannte ich zwar schon aus „Bestialisch“, aber auch beim zweiten Lesen war da immer noch dieses unangenehme Gefühl in der Magengegend.


„Kannibalen“ ist wie eine kleine Zeitreise durch die Geschichte der Menschenfresser.
Das schwarze Cover zieren neben dem roten Titel Messer und Gabel, mehr muss man dazu eigentlich auch gar nicht sagen.
Natürlich reißen mich nicht alle Geschichten vom Hocker, (die Anthologie, die das schafft, werde ich feiern ohne Ende) aber zum Thema Kannibalen wird hier jeder Geschmack bedient und das im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich habe zwischen 3,5 und 4 von 5 Blutlachen geschwankt, mich aber dann guten Gewissens für 4 entschieden, allein schon, weil ich persönliche Vorworte mag und es vor jeder Story einen kurzen, sehr realen Zeitungsartikel gibt, der einen manchmal einfach nur mit dem Kopf schütteln lässt.

• Titel:                                      „Kannibalen – Menschenfleisch sittlich und moralisch tabu“

• Autor:                                    Frank Festa (Hrsg.)

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           316 Seiten

• ISBN:                                      978-3-86552-126-2

• Genre:                                    Horror

• Bewertung:

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