„Hellraiser – Höllengeläut“ – Mark Allen Miller

Wo zum Geier sind die Zenobiten … ;(

Der gute alte Nagelkopf, wer kennt und liebt ihn nicht…
Ich jedenfalls war gespannt und voller Vorfreude auf einen kleinen Ausflug zu den Zenobiten, die mir meine Jugend versüßt haben.

„Hellraiser – Höllengelaut“ von Mark Miller enthält 4 Kurzgeschichten und gleich die erste ist auch der Titelgeber des Buches und verrät uns, was aus der guten Kirsty geworden ist, die sich inzwischen seit fast 30 Jahren auf der Flucht befindet.
Sie weiß, dass sie immer noch beobachtet wird, aber eine Nachricht bringt sie dazu, sich ihrem ewig währenden Albtraum erneut zu stellen.
In der Zusammenfassung klingt das ganz spannend, allerdings hat mich die Story nicht wirklich begeistert, bin ich ein Freak, wenn ich bei Hellraiser an Blut, Würfel und missgestaltete Kreaturen denke?

Nun gut, vielleicht trifft ja Geschichte Nummer zwei, „Roter Appetit“, eher meinen Geschmack.
Hier erwartet uns ein „Mann“, der menstruierende Frauen zum Fressen gern hat, gewöhnungsbedürftig und für mich nicht wirklich eine Hellraiser-Story, auch wenn der Protagonist, nun ja, lest selbst …

Aber aller guten Dinge sind ja bekanntlich drei.
„Nistverhalten“ ist als nächstes an der Reihe und da geht es um eine Frau, die nach einem schweren Unfall seltsame Gelüste verspürt…

Last but not least „Die Spelunke“, ein Mann geht in eine Bar, die ihm vorher nie aufgefallen ist, stellt fest, dass sich da wohl nur Monster im wahrsten Sinne des Wortes besaufen und zieht zusammen mit einem Roboter und einem Satyr los.
Klingt merkwürdig, ist es auch, ich hab ehrlich gesagt keinen Schimmer, was das mit Zenobiden & Co. zu tun hat.

Ja, das Cover von Timo Wuerz lässt einen schon in die richtige Stimmung kommen und ich habe mich auf Pinhead und ein paar seiner Begleiter gefreut, leider blieb es dann allerdings auch bei der Vorfreude, denn so richtig in Gruselstimmung konnte mich keine der 4 Geschichten versetzen, eher hab ich mich gefragt, ob ich irgendwas verpasst habe oder einfach mal wieder mit falschen Erwartungen an die Sache herangegangen bin.
Wie bereits oben erwähnt, Hellraiser ist für mich Würfel, Blut und Qual, aber keine mordenden Satyre oder frauenvernaschende Zwischenwesen.
Und so ist meine Bewertung diesmal auch recht ernüchternd, 3 von 5 Sternen und die gibt’s auch nur, weil Timo so gute Arbeit geleistet hat.
Dem einen oder anderen mag dieses Buch bestimmt Freude bereiten, wenn er gedanklich nicht so festgefahren ist wie ich.
Habe ich übrigens schon mal erwähnt, , was ich persönlich mit Hellraiser verbinde?
Nein? …

• Autor:                                    Mark Allen Miller

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           206 Seiten

• ISBN:                                      /, Sammlerausgabe

 Genre:                                   Horror

• Bewertung:

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Gewinnspielauslosung „Kutna Horá“ von André Wegmann

So, es ist Freitag und wie versprochen habe ich den Gewinner für das signierte Exemplar von  „Kutna Horá“ ausgelost.
Freuen darf sich diesmal Sandra Mugabe.
Herzlichen Glückwunsch und schick mir doch bitte deine Adresse zu, damit sich das Buch auf den Weg zu dir machen kann.
Allen anderen drücke ich wie immer die Daumen für die nächste Runde 😉

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„Dunkle Flüsse“ – Peter Nathschläger

David ist 7, als er von einem Fremden entführt wird, der gibt sich als Polizist aus und erzählt ihm, seine Eltern wären bei einem Unfall gestorben.
Von da an lebt er unter dem Namen Patrick bei Onkel Frank, der ein sehr lukratives Geschäft am Laufen hat, er vermittelt kleine Jungs an gut zahlende Kunden und da es die überall gibt, fällt es ihm auch nicht schwer, neue gefälschte Ausweise für David zu organisieren.
Der Junge wächst buchstäblich in der Hölle auf, erst setzt es nur Hiebe, später kommt auch noch sexuelle Gewalt hinzu und ihm wird eingeprügelt, wie er sich als männliche Nutte zu benehmen hat.
Als er nach einer Auseinandersetzung mal wieder blutend und gedemütigt am Boden liegt und Frank in die Stadt fährt, weiß David, dass dies vielleicht seine letzte Chance zur Flucht ist.
Mit ein paar Klamotten und Geld, dass er von seinem Peiniger geklaut hat, flieht er in ein neues Leben.
Doch alte Gewohnheiten lassen sich schwer ablegen und Frank ist ihm auf der Spur, ahnt er doch, wohin es seinen Zögling zieht.
Er freut sich auf die Jagd und jeder, der ihm in die Quere kommt, wird skrupellos vom Leben in den Tod befördert…

„Dunkle Flüsse“ habe bei Lovelybooks in einer Leserunde gelesen und ich muss sagen, genremäßig lässt sich das Buch schwer einordnen.
Einerseits beruht es auf Tatsachen und schildert die Flucht von David vor seinem Peiniger, ist also irgendwie schon ein Tatsachenbericht, aber auch ein bisschen Thriller, andererseits wird sich mit den homosexuellen Trieben der Freier auseinandergesetzt und auch der Hauptprotagonist entdeckt ja so ein bisschen die Liebe für sich, aber mit Erotik hat das eher weniger zu tun.
Deshalb belasse ich es einfach mal bei Thriller, auch wenn das den Kern nicht so ganz trifft…

Alles in allem ist Peter Nathschlägers Buch jedoch ein sehr erschütterndes Werk, dass zeigt, wie ein Junge schon als kleines Kind grausam gequält wird, die Misshandlungen werden über die Jahre hinweg jedoch immer grausamer, er wird vergewaltigt, verprügelt, seelisch gequält, unfreiwillig Darsteller in Filmen und dennoch schafft er es, eines Abends, nachdem er mal wieder brutal zusammengeschlagen wurde, die Flucht zu ergreifen.
Immerhin dauert es bis zu diesem Punkt allerdings neun Jahre, neun lange Jahre in der Hölle, die Spuren hinterlassen haben.
Manchmal musste ich schon ganz schön schlucken und David tat mir einfach nur unendlich leid, allerdings muss ich auch sagen, dass das Buch am Ende für mich etwas an Glaubwürdigkeit verloren hat und ich wage zu bezweifeln, dass sich die Dinge so abgespielt haben, aber das liegt ja in der Freiheit des Autors.
Für mich ist das Ganze einfach zu viel „göttliches Eingreifen“ (ich nenne es jetzt mal so, wer das Buch gelesen hat, weiß mit Sicherheit, worauf ich hinaus will.
Auch das Ende ist mir persönlich etwas zu seicht, trotzdem hat mich der Rest gefesselt und so gibt es für David, Mark und Frank (ja, für den auch^^) 4 von 5 Blutlachen, auch wenn ich außerdem das Cover etwas missglückt finde, irgendwie passt der Gesichtsausdruck des Jungen für mich nicht wirklich zur Story…

• Autor:                                    Peter Nahtschläger

• Verlag:                                  Himmelstürmer

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           219 Seiten

• ISBN:                                      978-3-934825-43-5

 Genre:                                   Thriller

• Bewertung:

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Wocheneinkauf^^

Nachdem ich mir notgedrungen aufgrund massiven Platzmangels 2 neue Billy-Regale zulegen musste, kann ich nun endlich wieder mit gutem Gewissen Bücher shoppen gehen.

Man mag es kaum glauben, aber ich habe nicht mal eins voll bekommen, dass heißt jede Menge Platz für neuen Lesestoff.
Und so habe ich mich gleich mal an meine selbstgewählte Aufgabe für dieses Jahr gemacht, Komplettieren und natürlich auch Lesen angefangener Reihen.
Schon allein aus dem Grund mussten Linda Castillo, Max Bentow und Ethan Cross natürlich unbedingt mit.
Immerhin ein Anfang, aber da ist noch so viel offen…

Aber zumindest konnte ich endlich mal Ordnung schaffen und neu sortieren, eine halbe Lebensaufgabe^^

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„The Happy Man“ – Eric C. Higgs

„Es kann der Frömmste …“

Charles und seine Frau Shelly leben in einer Siedlung nahe der mexikanischen Grenze.
Als nebenan ein Möbelwagen vorfährt, wird er neugierig auf die neuen Nachbarn, ein Paar mit Kind und Katze, etwa in seinem Alter.
Die neue Nachbarin ist eine wahre Sexbombe und so wird sie samt Mann zum Beschnuppern eingeladen.
Ruskin und Sybil heißen die beiden und sie haben etwas zu rauchen mitgebracht, ein weiterer Pluspunkt.
Der frisch Zugezogene ist Anwalt und verwickelt Charles in ein Gespräch über Kunstgeschichte, dass ein längst vergessenes Wohlfühlgefühl in ihm weckt, kurzum, der neue Nachbar ist ihm sofort sympathisch und er hat das Gefühl, ihn sich unbedingt zum Freund machen zu müssen.
Die beiden Frauen verstehen sich blendend und verbringen viel Zeit miteinander und so trifft auch er sich mit Ruskin.
Insgeheim bewundert er ihn, denn der macht keine Gefangen, er tut, was er will und macht keinen Hehl daraus.
Bei einem gemeinsamen Kneipenbesuch reißen die beiden zwei Frauen auf und nachdem reichlich Alkohol geflossen ist, folgen sie dem Wagen der beiden zu einer kleinen Privatparty.
Die Frauen kommen jedoch von der Straße ab, überschlagen sich und stürzen in eine Schlucht, das Auto geht in Flammen auf.
Während Charles schockiert ist und helfen will, überredet ihn Ruskin, nichts zu tun, nur so kämen sie unbeschadet aus der Sache heraus.
Nach diesem Abend macht er sich zum ersten mal Gedanken über den neuen Nachbarn, möchte er wirklich auch so sein?
Der Unfall ist schnell vergessen und da Ruskin mit seinen ganzen Frauengeschichten ja durchzukommen scheint, lässt sich der brave Ehegatte sogar auf eine Affäre mit seiner blutjungen Sekretärin ein, vorher hätte er sich das nie gewagt…
Als im Tal die verstümmelte Leiche eines Mexikaners gefunden wird, scheint der neue Freund mehr darüber zu wissen und war da nicht ganz kurz ein zufriedenes Lächeln in seinem Gesicht?

Obwohl „The Happy Man“ schon mehr als 30 Jahre auf dem Buckel hat, hat es an seiner Aktualität nichts verloren, denn noch immer spielen sich erschreckende Dinge hinter geschlossenen Türen ab, man sollte sich also immer genau überlegen, ob man sein Leben mit der Vorzeigefamilie von gegenüber tauschen möchte, denn manchmal tun sich ungeahnte Abgründe auf.
Charles will den Neuen unbedingt zum Freund haben, der führt ein aufregendes Leben, zeigt ihm, was man alles haben kann, wenn man sich nur traut.
Und genau das ist der springende Punkt.
Wie weit ist man bereit zu gehen?
Kommen nicht vielleicht doch irgendwann die Gewissensbisse oder die Angst erwischt zu werden?
Fakt ist nur eins, seit die Familie  nebenan eingezogen ist, ist in Charles Leben nichts mehr, wie es einmal war.

Der Protagonist von Eric C. Higgins ist der stinknormale amerikanische Durchschnittsbürger, einschlafendes Sexleben, nervender Chef und zu Hause gähnende Langeweile.
Und dann kommt der Ausweg aus dem scheinbar so tristen Leben, jemand, der ihn an die Hand nimmt und ihm zeigt, dass man, wenn man keinerlei Skrupel hat, sich alles im Leben holen kann und auch noch verdammt glücklich dabei ist.
Und so ein bisschen kann ich den guten Charles sogar verstehen, wer sehnt sich nicht ab und zu mal nach Action, danach, es richtig krachen zu lassen und sich über nichts Gedanken zu machen.
Aber ist das wirklich die richtige Wahl?
Egal, Charles und Ruskin bekommen von mir 4 von 5 Blutlachen und wen es interessiert, was in der unmittelbaren Nachbarschaft so vorgehen kann, der sollte unbedingt zu diesem Buch greifen^^.

• Autor:                                    Eric C. Higgs

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           271 Seiten

• ISBN:                                      / (Pulp Legends)

 Genre:                                   Horror, Thriller

• Bewertung:

 

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Interview André Wegmann oder: Wie der Albino Devil mich verfolgt…, 21.01.2019

Heute habe ich mir für euch mal wieder jemanden aus der schier endlosen Masse von Autoren herausgepickt, der mir Rede und Antwort steht und zwar Andrè Wegmann.
Im April 2015 habe ich „Albino Devil“ gelesen, mein erstes Buch von ihm, dass mich noch nicht ganz aus den Latschen gehauen hat.
Dafür habe ich es tapfer nochmal probiert, als „Kutnà Hora“ und „Blutwahn“ im Redrum Verlag erschienen und siehe da, diesmal war es doch tatsächlich was für mich und deswegen freue ich mich, André als Interviewpartner gewonnen zu haben.

  • Hallo André, schön, dass du dir Zeit für mich nimmst.
    Die meisten hier dürften dich ja schon kennen, bei allen Anderen wird es dann langsam Zeit.
    Für alle Unwissenden hier noch mal ein paar Infos auf die Schnelle, klickst du hier und da.

Hallo Anett, sehr gerne!

  • Fangen wir ganz von vorne an, warst du schon als Kind eine Leseratte?

Ja, in der Tat, ich habe schon in recht jungen Jahren faszinierende Bücherwelten entdeckt. Ich erinnere mich zum Beispiel daran, nahezu alle Karl-May-Romane als Kind gelesen zu haben. Da war ich dann fürs Cowboy und Indianer spielen natürlich bestens gerüstet. Auch mit gruseligem Lesestoff kam ich schon früh in Berührung, nämlich als ich das Buch zum Film „Alien“ las.

  • Und wie sah es mit dem Schreiben aus?
    Hast du dir als kleiner Junge schon Geschichten ausgedacht oder kam das erst später?

Das kam erst später. Allerdings habe ich schon frühzeitig in der Schule gemerkt, dass ich sprachliche Fächer eher mag als Naturwissenschaften oder Mathe.

  • Erinnerst du dich noch an deine ersten Schreibversuche oder sogar noch an die allererste Story?

Sicher wurde auch manchmal in der Schule verlangt, die eine oder andere Geschichte zu schreiben, aber daran erinnere ich mich nicht mehr im Detail. Bewusst die ersten Schreibversuche unternahm ich vor vielleicht 15 Jahren in Form von zwei traurigen Kurzgeschichten, die ich dann in diversen Schreibforen veröffentlichte. Mir gefielen die Storys, aber die selbsternannten Schreibexperten dort haben sie teilweise ordentlich auseinandergenommen. Na ja, irgendwie verlor ich das Schreiben dann wieder aus den Augen und erst mit KPD, also der Möglichkeit über Amazon im Selfpublishing zu veröffentlichen, kam ich wieder dazu. Zu der Zeit fing ich an, nebenbei als Texter zu arbeiten und um etwas Abwechslung beim Schreiben zu haben, verfasste ich die Horrorstory „Sonne des Grauens“. Die schoss an Weihnachten 2011 bis auf Platz 2 der gesamten Kindle-Charts und von da an nahmen die Dinge ihren Lauf.

  • Du scheinst dem Horror ja sehr zugetan zu sein, deine Krimi-Reihe kenne ich allerdings noch gar nicht (und einigen Lesern geht es da sicherlich ähnlich), magst du etwas dazu erzählen?

Nach einigen Horror-Geschichten wollte ich endlich mal einen Thriller schreiben, also entstand vor rund 3 Jahren „Caught – In den Fängen des Bösen“. Da ich das Meer mag und es von hier nicht weit zur Nordsee ist, habe ich die Geschichte dort angesiedelt. Einige Zeit nach der Veröffentlichung sprach mich der Klarant Verlag an, der sich auf Ostfrieslandkrimis spezialisiert hat, ob ich nicht Lust hätte, bei ihnen zu veröffentlichen und eine Serie zu machen. Also wurde das Buch neu aufgelegt und es kamen weitere Teile dazu. Im Gegensatz zu manch anderen Regionalkrimis handelt es sich bei meinen Thrillern aber schon um recht deftige Storys mit hohem Härtegrad. Im Vordergrund steht der Privatermittler Michael Jesko und es gibt eine gute Portion Lokalkolorit, aber es geht auch um tiefe menschliche Abgründe und die Bücher sind nichts für allzu zartbesaitete Leser. Wer also meine Horrorromane bei Redrum mag, sollte auch ruhig mal der Krimi-Reihe eine Chance geben.

  • Haben deine Protagonisten reale Vorbilder?

Eigentlich weniger. Es kann sein, dass ich bei der Entwicklung einiger Protagonisten eine bestimmte Person, zum Beispiel eine Schauspielerin, vor Augen hatte, aber eher selten.

  • Chris Carter hat mir zum Beispiel erzählt, dass er in seinen Büchern alle seine Lehrer getötet hat, bist du ähnlich nachtragend?

Haha, nee bisher hatten auch die Opfer keine realen Vorbilder, aber die Idee ist gut. Ich werde bei zukünftigen Opfern auch mal im Geiste meine Lehrer durchgehen. Es finden sich da sicher einige, zum Beispiel die, welche dem schweigsamen Jungen aufgrund mangelnder mündlicher Beteiligung in Deutsch gerne lediglich 3 oder 4 gegeben haben. 😉

  • Muss ich Angst davor haben, als Hackfleisch zu enden, wenn meine Rezension nicht voll der überschwänglichen Lobes ist? Bei Autoren ist das ja immer so eine Sache, da kommt man schnell mal unter die Räder, im wahrsten Sinne des Wortes…

*Etwas näherkomm. Hattest du nicht „Albino Devil“ in der Originalversion, also die Redrum-Variante kommt jetzt ja bald erst noch, nur 3 Sterne gegeben? Und bei „Blutwahn“ war es dir zu viel Sex … tz. *Auf die Schulter klopf … Nein entspann dich, ich kann auch mit Kritik leben, solange sie konstruktiv ist, und lasse jedem seine Meinung. Deswegen können wir uns auch nett und entspannt unterhalten. Wobei, ich könnte in meinen Büchern ja auch mal Bloggerinnen töten lassen, das wäre doch was …

  • Gibt es ein Thema oder Ereignis, das dich besonders reizt, von Sex mal abgesehen, das weiß ich ja bereits^^

Nein, das variiert. Ich hatte in meinen Horrorromanen und Geschichten inzwischen schon viele verschiedene Handlungsorte und Themen, von Snuff-Pornoringen, die im Internet agieren, über Kreaturen, die in dunklen Wäldern lauern, bis hin zu Satanismus und Geistererscheinungen.
Und Sexszenen zu schreiben ist genauso Arbeit wie das Verfassen anderer Szenen. 😉

  • Ein absolutes Tabuthema?

Sexuellen Missbrauch von Kindern muss ich nicht thematisieren und schon gar nicht im Detail niederschreiben. Wie Tiere gequält werden, muss ich auch nicht detailliert schildern, obwohl viele Autoren das machen, weil sowas die Leser mehr berührt, als wenn Menschen gefoltert werden.

  • Wenn du die Wahl hättest, mit welchem Schreiberling würdest du gemeinsame Sache machen?

Es gibt viele gute Autoren, da möchte ich mich auf keinen festlegen. Ich arbeite auch lieber alleine, wobei ich schon mal mit Isabell Schmitt-Egner ein gemeinsames Buch herausgebracht habe. Die Zusammenarbeit hat super geklappt.

  • Was liest du privat?
    Nein, um die Frage kommt bei mir keiner herum^^

Die Genres, in denen ich auch schreibe. Thriller von Chris Carter, Peter James, John Katzenbach zum Beispiel oder Horror von Brian Keene, Richard Laymon und anderen.

  • In welchem deiner Bücher steckt das meiste Herzblut?

Da möchte ich keins hervorheben, denn in jedem steckt eine Menge Herzblut.

  • Wie bist du zum Redrum Verlag gekommen, hat Michael dich abgefüllt, unter Drogen gesetzt oder beim Spaziergang am Nordseestrand entführt?

Ja, nachts am Meer hat er mich gekidnappt. Nein, mir ist der Redrum Verlag anhand der coolen Cover und des Engagements bei Facebook aufgefallen. Man merkte gleich, dass Michael und seine Leute mit Leidenschaft bei der Sache sind und das gefiel mir. Da ich gesehen habe, dass sie auch gerne ältere Sachen neu auflegen, habe ich meine Horrorbücher angeboten und wir haben auch gleich was Neues vereinbart. Redrum ist schon etwas Besonderes und sie arbeiten sehr professionell, ich fühle mich dort wohl.

  • Und last but not least, gibt es Pläne für ein neues Buch und wenn ja, was erwartet uns?

Erst mal kommt jetzt im Februar mit „Strudel der Angst“ der vierte Teil der Michael-Jesko-Reihe heraus und dann erscheint einige Wochen später „Albino Devil“, was du so abgöttisch geliebt hast und bestimmt nochmal lesen willst, in der Neufassung. Und Ende des Jahres wird es bei Redrum auch noch was geben, aber Details kann ich darüber noch nicht verraten.

Vielen Dank, dass du so tapfer durchgehalten hast, dass mir das mit „Albino Devil“ auf die Füße fällt, hab ich ja schon geahnt, ich gebe übrigens eine dankbares Opfer ab, lach.
Ich glaube, ich werde mich mal deiner Thriller-Reihe widmen und mich überraschen lassen, meine Meinung kriegst du dann aufs Butterbrot geschmiert, ob du willst oder nicht…

Ich danke dir auch für das Interesse und die Möglichkeit, mich und meine Bücher hier vorzustellen.

So und für alle, die bis zum bitteren Ende durchgehalten haben, gibt es natürlich auch wieder etwas zu gewinnen, diesmal eine signierte Ausgabe von „Kutnà Hora“.
Um für das Büchlein in den Lostopf zu hüpfen, braucht es wie immer nur eine kleine Meldung hier oder unter dem Post oder auf FB bei Virginy liest, dafür habt ihr bis nächsten Freitag (01.02.)  Zeit, dann macht sich sich das Buch zu dem hoffentlich glücklichen Gewinner auf den Weg.
Ich drücke euch schon mal alle Daumen, besonders die linken.
In diesem Sinne, lasset die Spiele beginnen…^^

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„Die Psychologie des Bösen“, Lydia Benecke, Haus Leipzig, 19.01.2019

Ich muss zu meiner Schande gestehen, gelesen habe ich von Lydia Benecke immer noch nichts, habe zwar zwei ihrer Bücher im Regal stehen, komme aber einfach nicht dazu, umso gespannter war ich auf den Vortrag, zumal ich ja eh ständig von Irren umgeben bin, bestimmt ist da ja auch der eine oder andere Psychopath darunter und mit etwas Glück kann ich ihn dann erkennen…

Spaß beiseite, wer mich kennt, weiß natürlich, dass dieses Thema mich fesselt und das nicht erst seit Hannibal Lecter, es gab ja schon vorher die Büchlein über Dahmer und Konsorten, die ich als Teenie regelrecht verschlungen hab.

Erstmal erwarteten uns allerdings Minusgrade und eine ziemlich lange Schlange am Einlass, scheinbar waren nicht alle solche Frierärsche wie wir und hatten sich tapfer der Eiseskälte entgegengestellt.
Immerhin schafften wir es trotzdem noch, uns einen Platz mit guter Sicht in der 6. Reihe zu erkämpfen, so muss das sein.
Vor Beginn gab es ein paar Videos von Eminem und Johnny Cash, mit der Einblendung, dass die etwas mit dem Thema des Abends zu tun hätten und die Androhung, dass der Vortrag 3 Stunden und 15 Minuten dauern würde, die ich bis dahin noch für einen Scherz hielt.
Allerdings wurde ich da eines besseren belehrt, denn es ging sogar noch länger, das merkte man aber nicht wirklich, denn die Zeit verging wie im Fluge.
Ob Fallbeispiele, Hintergründe, die Psychopathie-Checkliste übrigens bekam auch der gute Donald sein Fett weg…^^), alles wurde auch für den Laien verständlich erklärt und belegt und auch der Sessel und die Lampe aus Lydias heimischen Wohnzimmer trugen so ein bisschen zur Wohlfühlatmosphäre bei, auch wenn es einem das eine oder andere Mal eiskalt den Rücken herunterlief.

Aber bin ich jetzt ein Experte im Erkennen von Psychopathen?
Na ja, wohl eher nicht, aber es war schon interessant, den Zusammenhang zwischen bestimmten Charaktereigenschaften und Taten vorgezeigt zu bekommen.
Ne kleine Aushilfspsychologin werde ich wohl trotzdem bleiben, auch wenn es sicherlich nicht schwer zu erkennen ist, dass die meisten Leute in meiner Umgebung einen an der Klatsche haben, mich ausgenommen natürlich…
Außerdem verfüge ich jetzt über eine offizielle Bescheinigung, dass ich geschult wurde, mein Rat wird also zukünftig etwas teurer werden, nur, dass ihr schon mal bescheid wisst.

Und um noch einmal auf Eminem zurückzukommen, anhand seiner Songtexte lassen sich einige Parallelen zudem zuvor gehörten ziehen, also Leute, kauft Eminem CDs, das rettet Leben.^^

Was bleibt mir sonst noch zu sagen?
Ein sehr interessanter Abend mit einer sympathischen Lydia Benecke, die sich in der Pause und auch nach Ende der Veranstaltung noch viel Zeit nahm, um Fragen zu beantworten, Bücher zu signieren etc…

Und zum Schluss noch eine Drohung: „I’ll be back“ und ja, den Büchern werde ich mich auch endlich mal widmen…

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„Hell Hound“ – Ken Greenhall

Der beste Freund des Menschen, pffff…

Baxter, ein weißer Bullterrier mit blauen Augen, ein Fehler, nicht zur Zucht geeignet.
So landet er bei der Mutter der Züchterin, einer verbissenen alten Frau.
Sie akzeptiert ihn, liebt ihn aber nicht und noch schlimmer, sie riecht nach Tod und Verfall, genauso wie ihr altes Haus.
Das junge Pärchen  gegenüber hingegen sprüht nur so vor Lebensfreude und die Frau hat ihn sogar schon gestreichelt.
Wie würde Baxters Leben wohl aussehen, wären die beiden seine Herrchen?
Der Hund setzt alles auf eine Karte, schubst die ungeliebte Alte in Aussicht auf ein besseres Leben die Treppe hinunter und er behält recht, das Paar nimmt sich seiner an, immerhin hat der Mann die alte Dame ja tot am Fuße der Treppe gefunden.
Baxters Leben ändert sich zum Besseren, aber nicht für lange, denn sein neues Frauchen ist schwanger, riecht anders, verhält sich anders.
Und dann kommt das Baby…

„… dort in einen kleinen Bett, das wie ein Käfig aussah, lag die winzige Kreatur, zahnlos, nahezu unbehaart. Ich hatte noch nie etwas gesehen, das schwächer und dümmer wirkte.
Ich blickte zum Mann und zur Frau. Sie schienen von Stolz und nicht von Scham erfüllt, und ich begriff, dass mein Leben mit ihnen unerträglich sein würde, solange das Kind bei uns war…“ (Seite 61)

Ken Greenhall lässt in seinem Buch Baxter, den Hund, erzählen, seine Sicht auf die Menschen ist natürlich eine vollkommen eigene und doch versteht er zumeist die Gründe ihrer Handlungen.
Für mich ist der Bullterrier nicht wirklich böse, er tut einfach nur das, was wir alle machen, er will erreichen, was aus seiner Sicht am Besten für ihn ist.
Die alte Frau kann ihm das nicht geben, das Paar nach der Geburt des Kindes auch nicht mehr, der Junge hingegen, der ist ein völlig anderes Kaliber, er ist gefährlich für Baxter und der gefährlich für ihn.

Ja, die Welt durch die Augen eines Hundes zu sehen, ist schon ungewöhnlich, vor allem, wenn dieser eben kein Kuscheltier ist.
Baxter gibt uns durchaus ein paar Erfahrungen mit auf den Weg, über die es sich lohnt, einmal nachzudenken und deshalb bekommt weis(s)e Viebeiner von mir auch 4,5 von 5 Kauknochen…^^

• Autor:                                    Ken Greenhall

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           222 Seiten

• ISBN:                                      / (Pulp Legends)

 Genre:                                   Horror, Thriller

• Bewertung:

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„Der Monstrumologe und das Drachenei“ – Rick Yancey

Die Zeit ist eine Linie, aber wir sind Kreise…

Will Henry ist inzwischen erwachsen und lebt sein eigenes Leben, fernab vom Doktor und dessen Monstern, Walthrop hingegen ist alt, gebrochen, lässt sich gehen und dass bekommt sein ehemaliger Lehrling per Brief mitgeteilt.
Trotz allem fühlt der sich irgendwo tief drinnen noch immer verantwortlich und macht sich auf den Weg zu seinem alten Herrn und Meister, ein erschreckend abgemagerter und verwahrloster Doktor steht im schließlich gegenüber und beschwört längst vergessene Erinnerungen herauf.

„… Wir betrachteten einander über die riesige Fläche hinweg, die uns voneinander trennte.
Er in mir.
Ich in ihm.
In der Düsternis könnte er als Opfer eines seiner abscheulichen Exemplare durchgehen – das todeslüsterne Grinsen, die großen, starr blickenden Augen, das blasse, verfallene Fleisch. In gewisser Hinsicht war er das vielleicht sogar.
Bitte verlass mich nicht, hatte er mich einmal angefleht. Du bist das Einzige, das mich noch Mensch bleiben lässt…“

Das Wiedersehen ist geprägt von gegenseitigen Vorwürfen, Warthrop immer noch so stur und unbelehrbar wie eh und je.
Doch auch seinen Schützling lernt man in diesem Buch von einer anderen Seite kennen, war Will bisher immer der kleine Junge, der nur Befehle ausführte, hat auch er inzwischen seine kindliche Unschuld verloren.

Immer wieder gibt es Zeitsprünge, zurück zu Wills Ankunft, seinen Begegnungen mit Lilly bis hin zu dem Ereignis, das ihn dazu bringt, den Monstrumologen endgültig zu verlassen.
Doch jetzt ist er zurück und alles bricht wieder über ihn herein…

Lange habe ich gebraucht, um das letzte Buch der reihe zu lesen, einfach, weil ich mich nicht von Will Henry und dem Doktor trennen wollte und vielleicht auch, weil ich wusste, dass die ganze Sache einfach kein gutes Ende nehmen kann, aber das ahnt man ja bereits sehr früh.
Trotzdem war das Ende ein bisschen enttäuschen, tatsächlich ist der 4. Teil für mich auch der schwächste, nicht wirklich schlecht, aber eben anders als die Vorgänger.
Das Springen durch die verschiedenen Zeiten empfand ich als sehr anstrengen, weil ich ständig überlegen musste, zu welchen Geschehnissen das gerade gelesene nun gehört.
Bereits der erste Teil beginnt ja mit dem Auffinden der Tagebücher und der Frage, wer der Schreiber wirklich war, die Antwort darauf finde ich jedoch eher unbefriedigend, aber irgendwie auch wieder passend…
Das Cover und die Illustrationen machen das Buch wieder zu einem Augenschmaus und so gibt es trotz einiger Kritikpunkte auch diesmal von mir wieder 4 von 5 Blutlachen, ein kleines Tränchen zum Abschied kann ich mir allerdings nicht verkneifen…

• Autor:                                    Rick Yancey

• Verlag:                                  Lübbe

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           250 Seiten

• ISBN:                                      978-3-7857-2515-3

 Genre:                                   Horror, Fantasy

• Bewertung:

 

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„Männer-Dilemma“ – Frank Bergmann

Sie sind wie die 4 Musketiere, Andy und seine Freunde, dabei haben sie eigentlich nicht wirklich viel gemeinsam.
Dirk ist Arzt mit eigener Praxis, hat Kinder und ist mit Viola verheiratet, Chris ein Single aus Überzeugung, der nichts anbrennen lässt und Eddy, klein, zart und verdammt schwul.
Nach der Trennung von seiner Freundin Bettina bricht Andys Welt zusammen und sein  Anhang hat die glorreiche Idee, ihn bei einer Partnervermittlung anzumelden, einer macht die Fotos, einer kümmert sich um den Profiltext und zack, einer neuen Liebe steht nichts mehr im Weg, mit Teamarbeit läuft eben alles.
Als ganz so leicht erweist sich das Ganze dann allerdings doch nicht, der große Frauenansturm bleibt aus, ein paar Dates kann sich Andy aber doch an Land ziehen.
Komischerweise scheinen die aber alle komplett anders zu ticken als er, denn keine will eine richtige Beziehung.
Dann hat Bettina auch noch einen neuen und Andy ertrinkt fast in Selbstmitleid, muss allerdings schon bald feststellen, dass nicht nur er arge Probleme mit seinem Liebesleben hat, denn der scheinbar erfolgreiche Dirk steht unterm Pantoffel, Chris hingegen sehnt sich nach einer Beziehung und Eddy wäre vielleicht gerne eine Frau.
So stolpert Andy von einem Fettnäpfchen ins nächste, aber er weiß, seine Freunde halten ihm den Rücken frei, bis zu jener verhängnisvollen Grillparty bei Dirk.
Was ist diese Männerfreundschaft jetzt noch wert?

Ja, auch das starke Geschlecht hat Probleme mit den Gefühlen, wie uns hier ganz deutlich vor Augen gehalten wird.
Nicht alles ist, wie es scheint und auch wenn Andy sich nie Gedanken darüber gemacht hat, so muss er doch erkennen, dass er nicht der einzige ist, in dessen Gefühlswelt so einiges schiefläuft, aber richtige Kerle sind immer füreinander da.
Aber was ist, wenn diese Sandkastenfreundschaft ins Wanken gerät?

Frank Bergmann lässt in seinem „Männer-Dilemma“ das starke Geschlecht ganz schön leiden und jammern, im Gegensatz dazu gibt es toughe Frauen, die genau wissen, was sie wollen, fast schon ein kleiner Geschlechtertausch, über den man einfach grinsen muss.
Und auch den männlichen Protagonisten kann man eigentlich nichts so richtig übel nehmen, sie wissen es halt einfach nicht besser, Männer eben…^^
Das einzige, was mich ein bisschen gestört hat, war Eddys klischeehafte Ausdrucksweise, „ein Sektchen“, alles klein und niedlich, nein, ich kenne niemanden, der so redet und fand es ziemlich nervtötend, obwohl er selbst sehr unterhaltsam war.
Andy, der kein Fettnäpfchen auslässt und seine Freunde bekommen von mir deshalb auch 4 von 5 Herzchen…

• Autor:                                    Frank Bergmann

• Verlag:                                  selfpublished

• Format:                                 eBook

• Seitenzahl:                           396 Seiten

• ISBN:                                      ASIN: B07MTLFR5Y

 Genre:                                   Humor

• Bewertung:

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