„Splitter“ – Sebastian Fitzek

Es kann nie richtig sein, etwas Falsches zu tun …

Marc Lucas ist am Boden zerstört, bei einem von ihm verschuldeten Autounfall ist seine hochschwangere Frau Sandra ums Leben gekommen.
In einer Zeitschrift liest er von einem neuen „Experiment“, in einer Klinik soll man sich seine schlechten Erinnerungen „löschen“ lassen können.
Marc ist skeptisch, er läßt sich zwar auf ein Gespräch mit dem Klinikleiter ein, unterschreibt das benötigte Einwilligungsformular jedoch nicht.
Wieder zu Hause angekommen, paßt der Wohnungschlüssel nicht mehr und zu seinem Entsetzen öffnet die Tür niemand anders als seine schwangere Frau, die ihn nicht zu kennen scheint.
Später in Begleitung seiner Schwiegervaters paßt der Schlüssel wieder und die Wohnung ist verlassen, von seiner Frau keine Spur und auch der Schwiegervater verschwindet plötzlich.
Marc zweifelt an seinem Verstand, erst recht, als er auf Emma trifft, die ihm Fotos seiner verstorbenen Frau zeigt und ihn davon zu überzeugen versucht, das sie beide Opfer eines schiefgelaufenen Experimentes sind…

Mit Marc hat man von Anfang an Mitleid, er hat diesen großen Verlust erlitten und versucht nun mithilfe eines Experimentes damit klarzukommen, allerdings ist danach nichts mehr wie vorher, sein ganzes Leben gerät aus den Fugen, jeder in seinem Umfeld scheint ihm Böses zu wollen und immer wenn man denkt, man weiß endlich, was gespielt wird, dreht sich die Geschichte wieder um 180 Grad, man ist also genauso verwirrt wie Marc selbst.
Ich mag Fitzek, nur seine Enden stoßen mir manchmal etwas auf, so wie bei „Der Nachtwandler“ zum Beispiel, das war einfach zu weit hergeholt.
Hier finde ich es allerdings sehr gelungen, auch wenn es einige bemängeln, für mich ist es durchaus nachvollziehbar, wobei hier natürlich ein riesiger Aufwand dahintersteckt…
Eigentlich eine sehr tragische Geschichte, wie würde man selbst wohl in solch einer Situation reagieren?
Für alle Fitzek und Thriller-Fans, unbedingt lesen.

(Rezension von 2015)

• Titel:                                      „Splitter“

• Autor:                                     Sebastian Fitzek

• Verlag:                                   Droemer

• Format:                                  Hardcover

• Seitenzahl:                            376 Seiten

• ISBN:                                     978-3-426-19847-6

• Genre:                                     Psychothriller

• Bewertung:

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„Der Nachtwandler“ – Sebastian Fitzek

Du darfst nicht schlafen …

Leon neigt schon als Kind zum Schlafwandeln.
Als seine Eltern sterben und er zu einer Pflegefamilie kommt, steigert sich das Ganze, nachdem er mit dem Messer am Bett des Sohnes seiner Pflegefamilie stand, will die ihn natürlich nicht mehr haben, aber er hat Glück im Unglück und landet bei einem verständnisvollen Ehepaar.
Diese gehen seine Schlafprobleme mithilfe eines Psychiaters an, per Kamera werden seine nächtlichen Ausflüge aufgezeichnet und man hat tatsächlich Erfolg.
Jahre später ist Leon verheiratet und plötzlich kommen die Alpträume zurück, der Gipfel ist erreicht, als seine Frau, offensichtlich zusammengeschlagen vor ihm die Flucht ergreift.
Was tut er während er schläft?
Wird er wirklich handgreiflich, hat er seine Frau verletzt?
Und warum fehlt von ihr seit der überstürzten Flucht aus der Wohnung jedes Lebenszeichen?
Leon sucht Kontakt zu seinem alten Psychiater, immerhin hat der ihm schon einmal geholfen und dieser schlägt ihm erneut die schon erprobte Videomethode vor.
Doch was Leon auf den Bändern zu sehen bekommt, treibt ihn an den Rand des Wahnsinns…

Ich mag Fitzek, zu seinen besten Büchern zähle ich „Der Nachtwandler“ allerdings nicht.
Ja, es ist spannend, man will wissen, was zum Geier mit Leon nicht stimmt, aber die Auflösung war mir dann doch irgendwie etwas zu weit hergeholt.
Dabei fing alles so gut an, Leon, der aus einem Albtraum erwacht und statt Erleichterung plötzlich nur noch Panik empfindet.
Fitzek hat viel Wert auf seinen Hauptcharakter gelegt, Schritt für Schritt erfährt man immer mehr aus dessen Leben und versteht, warum er eben genau so und nicht anders handelt, trotzdem bleibt das Ende als Wermutstropfen, auch das Cover ist nicht sonderlich spektakulär.
Trotz allem ein gutes Buch und für Fitzek-Fans und Thrillerliebhaber natürlich ein Muß, 4 von 5 Blutlachen.

(Rezension von 2014)

• Titel:                                      „Der Nachtwandler“

• Autor:                                     Sebastian Fitzek

• Verlag:                                   Knaur

• Format:                                  Klappbroschur

• Seitenzahl:                            318 Seiten

• ISBN:                                     978-3-426-50374-4

• Genre:                                     Psychothriller

• Bewertung:

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„Passagier 23“ – Sebastian Fitzek

Eine Seefahrt, die ist lustig …

Martin Schwartz ist Ermittler.
Nach dem Tod seiner Frau Nadja und Sohn Timmy hat er sich auf die riskanten Einsätze spezialisiert, zu verlieren hat er ja nichts mehr.
Und dann kommt der Anruf von Gerlinde Dobkowitz, der Martin bis ins Mark erschüttert.
Sie befindet sich an Bord des Kreuzfahrtschiffes „Sultan of the Seas“, eben jenes Schiffes, auf dem vor einigen Jahren Nadja seinen Sohn betäubt und ins Meer geworfen hat, um anschließend hinterherzuspringen.
Der Teddy von Timmy ist aufgetaucht, wie sie ihm erzählt und obwohl sich natürlich alles in ihm dagegen sträubt, macht sich Martin sofort auf den Weg und bucht eine Kabine.
An Bord angekommen, erzählt ihm Gerlinde, dass Anouk, ein kleines Mädchen, das vor 2 Monaten mit ihrer Mutter vom Schiff verschwunden ist, plötzlich wieder auftauchte, in einem sehr schlechten Zustand und mit Timmys Teddy.
Nach und nach erfährt Martin, dass er es nicht Gerlinde zu verdanken hat, hier zu sein, sondern dem Kapitän und dem Besitzer des Schiffes, die beiden wollen den Fall um Anouk vor dem nächsten Anlegen geklärt haben, denn Ermittlungen auf dem Schiff würden sie Millionen kosten und natürlich schlechte Presse mit sich bringen, beides undenkbar, ehe das passiert, würden sie das Mädchen wieder verschwinden lassen.
Also muß Martin das Rätsel lösen und nebenbei noch herausfinden, was mit seiner Frau und seinem Sohn wirklich geschehen ist…

Der größte Teil von Fitzeks Thriller spielt auf einem Kreuzfahrtschiff, von entspannter Urlaubsatmosphäre ist trotzdem nichts zu spüren, von Anfang an schweben dunkle Wolken über dem riesigen Schiff.
Das Buch ist in relativ kurze Kapitel unterteilt, in denen immer wieder Perspektivwechsel stattfinden, die das Ganze noch spannender machen und auch die Protagonisten sind gut beschrieben, allerdings hätte ich zu Martin und seiner Arbeit gern ein wenig mehr erfahren, denn so wirklich wird leider nicht darauf eingegangen.
Schon allein das Wissen, dass all die Vermisstenfälle durchaus real sind, macht mich nicht unbedingt zu einem Freund dieser Art zu reisen.
Im Gegensatz zu „Noah“ weiß mich Herr Fitzek wieder zu begeistern und natürlich ist am Ende doch wieder alles ein bißchen anders, als angedeutet.
Dafür gibts von mir 4 von 5 Sternen für Martins Kreuzfahrt ins Ungewisse.

(Rezension vom 26.02.2016)

• Titel:                                      „Passagier 23“

• Autor:                                     Sebastian Fitzek

• Verlag:                                   Knaur

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            426 Seiten

• ISBN:                                     978-3-426-540147-9

• Genre:                                     Psychothriller

• Bewertung:

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„Noah“ – Sebastian Fitzek

Zu viele Klischees …

Noah zieht durch die Straßen von Berlin, er hat jede Erinnerung verloren, weiß nicht einmal, ob es sein richtiger Name ist, der da auf seine Handfläche tätowiert ist.
Und er hat eine Schusswunde in der Schulter, was bedeutet, dass ihm jemand nach dem Leben trachtet, aber wer und warum?
Oscar, ein Obdachloser, nimmt ihn unter seine Fittiche und teilt nicht nur seine Verschwörungstheorien mit dem seltsamen Fremden.
Mit einer alte Zeitung und ein Anruf setzt Noah dann etwas in Gang, das ihn erneut in Lebensgefahr bringt und durch die halbe Welt führt, eine Bedrohung im Nacken, die er nicht kennt…

„Noah“, ein Buch, von dem ich viel erwartet habe und das mich enttäuscht hat.
Warum?
Es werden so viele Themen angerissen, so viele Verschwörungstheorien angesprochen, aber leider wird auf nichts davon richtig eingegangen, dafür drohend der Zeigefinger erhoben, eine Sache, die ich persönlich überhaupt nicht mag.
Und wenn wir schon bei zu viel sind, auch mit Handlungsorten und Charakteren wurde etwas übertrieben.
Auch mit Noah bin ich nicht warm geworden, er irrt verletzt durch die Straßen und hat keine Ahnung, wer er ist, kann aber dafür alles besonders gut, er enttarnt Lügner, kennt sich mit Waffen aus, ich hab mich irgendwie gefühlt, wie bei Dan Brown oder in einem typischen amerikanischen „Einer-Gegen-Den-Rest-Der-Welt“ Film.
Und so, wie Noah durch Europa flüchtet, so ist auch die Handlung, es geht hin und her und wieder zurück, verwirrend, langatmig, das absolute No Go war für mich dann der Zwillingsbruder.
Trotz all der teilweise an den Haaren herbeigezogenen Geschehnisse bleibt Noah doch die ganze Zeit über blass, Oscar ist der einzige sympathische Charakter im Buch, man kann gar nicht anders, muss über ihn einfach schmunzeln.
Nach all diesem Chaos erwartet man ein Ende, das richtig reinhaut, aber nein, auch das bleibt aus.
Die Story an sich fand ich durchaus interessant, und ich finde es toll, wenn ein Autor mal etwas doch eher untypisches schreibt, hier war mir persönlich allerdings alles viel zu konstruiert.
Hätte Sebastian Fitzek sich auf ein paar Themen beschränkt und diese näher ausgeleuchtet, hätte es mit uns durchaus etwas werden können, so ist es für mich nur ein mittelprächtiges Buch, an dem das Beste tatsächlich das Nachwort war.
Die im Dunkeln leuchtende Hand auf dem Cover reißt da leider auch nichts mehr raus, mehr als 3 Blutlachen sind nicht drin und da bin ich schon großzügig.

(Rezension von 2013)

• Titel:                                      „Der Augensammler“

• Autor:                                     Sebastian Fitzek

• Verlag:                                   Lübbe

• Format:                                  Hardcover

• Seitenzahl:                            558 Seiten

• ISBN:                                     978-3-7857-2482-8

• Genre:                                     Thriller

• Bewertung:

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Alte Rezensionen von Sebastian Fitzek eingefügt

Nach Sebastian Fitzeks Leseshow habe ich mich doch tatsächlich mal ans Werk gemacht und meine alten Rezensionen seiner Bücher herausgekramt.
Kein leichtes Unterfangen, stammen die meisten doch von 2014 und 2015.
Für „Passagier 23“, „Der Nachtwandler“, „Noah“, „Splitter“ und „Der Augensammler“ bin ich bei „LovelyBooks“ fündig geworden.
Leider sind die von „Der Augenjäger“, „Die Therapie“, „Das Kind“ und „Abgeschnitten“ ins ewige Nirwana entschwunden, da hilft wohl nur noch eins, ein kleiner Re-Read-Marathon, aber was tut man nicht alles.

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„Das Geschenk“ – Sebastian Fitzek, Leipzig, 13.11.2019

Ein bisschen neugierig auf das Buch bin ich jetzt schon…^^

Auf Sebastians Fitzeks Leseshow war ich sehr gespannt, schon weil einige Leser meinten, dass das Buch an sich zu kurz kommen würde und die Show und das ganze Drumherum einfach zu viel wären.
Ich habe auch „Das Geschenk“ vorher nicht gelesen, da mich die letzten Fitzeks doch eher enttäuscht haben.
Seit „Noah“ bin ich mit keinem mehr so richtig glücklich geworden, dabei haben mich die alten Werke, wie „Der Seelenbrecher“ oder „Der Augenjäger“ wirklich begeistert.
Vielleicht liegt es aber auch daran, dass man, gerade wenn man viele Thriller liest, doch meist recht schnell erahnt, in welche Richtung es geht.

Allerdings muss ich gestehen, dass Fitzek einen sehr großen Unterhaltungswert hat, er ist einfach der perfekte Entertainer und ich kenne ihn nur als Strahlemann, der sich immer sehr viel Zeit für seine Fans nimmt, selbst nach der Lesung von Michael Tsokos saß er brav am eigenen Tisch und hat fleißig signiert und Autogramme geschrieben, also konnte ich mir die Leseshow keinesfalls entgehen lassen.

Mit Reihe 6 saß ich ziemlich nah an der Bühne, aber natürlich war er auch hier wieder da, der Riese, der bei allen Veranstaltungen vor mir sitzt und überall den Kopf im Bild hat, zum Glück kenne ich das Spielchen inzwischen und bemühe mich ernsthaft, mich nicht mehr allzu sehr darüber aufzuregen, manchmal gelingt das sogar.^^
Als kleine Einleitung gab es eine kurze Zusammenfassung über die Gewinner des „Das Geschenk“-Events, zu denen Sebastian ja eigentlich nach Hause kommen wollte, aber wie sich zeigte, war dann doch alles ganz anders…

Wie bereits vermutet, wurde nicht viel gelesen, dafür aber mit sehr atmosphärischer Musikuntermalung und passendem Bild auf der Leinwand, ich fand das genial, zumal Sebastian eine sehr schöne „Vorlesestimme“ hat (im Falle einer Schreibblockade wäre vielleicht ein Nebenjob als Synchronsprecher keine schlechte Idee^^) , man konnte sich so richtig in das Geschehen hineinversetzen und auch die Musiker waren toll.

Zwischendurch gab es zur Entspannung ein paar Showeinlagen, wie zum Beispiel einen in der Luft hängenden Fitzek, der mit Bällen jonglierte oder eine kleine Rachegeschichte an seinem Assistenten (?), die zwar nichts mir dem Buch zu tun hatten, das Ganze aber auflockerten.
Immerhin muss man ja zwei Stunden auf der Bühne erst einmal füllen und zur Story darf man ja auch nicht verraten, sonst spoilert man alle, die „Das Geschenk“ eben noch nicht gelesen haben.
Dafür waren die ausgewählten Ausschnitte sehr gut gewählt und ich muss sagen, ja, sie haben mich neugierig gemacht und ich werde Sebastian Fitzeks neues Werk lesen.

Außerdem wurde ein Geburtstagskind beschenkt und immer wieder auf eine Besucherin eingegangen, die sich nicht duzen lassen wollte.
Klar ist das jeden Abend dasselbe Spiel, aber es bezieht das Publikum mit ein und das zieht.
Soviel also zum Thema Entertainer…
Nach zwei Stunden war das Spektakel, und ja, das meine ich durchaus positiv, vorüber und die meisten Besucher machten sich auf zum Signierstand.
Glücklicherweise waren wir fix und standen so an dritter Stelle in der immer länger werdenden Schlange.
Die Securityleute wiesen darauf hin, dass man doch alles zum Unterschreiben bereithalten sollte, damit man die Menge nicht unnötig lange aufhält und dann ging es auch schon los.

Sebastian signierte an einem aufgestellten Tisch, zu dem einzeln vorgelassen wurde, so gab es kein unnötiges Gedränge und schnell abgefertigt wurde man auch nicht, stattdessen konnte man in aller Ruhe ein paar Worte wechseln.
Es gab sogar eine nette Dame extra zum Fotos schiessen, eine geniale Idee, gerade, wenn man zusammen mit der Begleitung aufs Bild wollte oder eben alleine unterwegs war.
Natürlich war Sebastian bester Laune und erinnerte sich sogar, wo die Fotos entstanden waren, die ich ihm zum Signieren vorgelegt habe, ich frage mich, ob er sich bei all den Terminen vielleicht merkt, welches Hemd er wo getragen hat, lach.

Fazit: Ich fand die Veranstaltung sehr gelungen, klar hat es mit der klassischen Lesung nicht mehr viel gemeinsam, dafür war es sehr beeindruckend und hat mir gezeigt, wie gut Musik und Text sich doch ergänzen können.
Außerdem finde ich es nach wie vor faszinierend, dass man sich nach zwei Stunden Show nochmal mindestens genauso lange ins Geschehen stürzt und sich selbst für die letzten nach drei Stunden immer noch Zeit nimmt, dafür gibt es einen fetten Daumen nach oben, nicht viele „opfern“ ihren Fans so viel Zeit.
Nur die Menschenmassen, die waren dann doch etwas abschreckend.^^

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„Sound der Wende“, Felsenkeller Leipzig, 06.11.2019

Ein musikalischer Trip in die Vergangenheit …

Nach verdammt langer Zeit mal wieder eine Fernsehaufzeichnung, zu verdanken hatten wir unsere Tickets dem guten Ralf Schmidt alias Falkenberg, der beim Ranking Dank unserer Voting-Mithilfe den ersten Platz belegte.
Natürlich war es am Abend der Aufzeichnung kalt und regnete, anders macht Anstehen ja auch keinen Spaß.^^
Trotzdem ließen wir uns die gute Laune nicht verderben, immerhin kommt ja nicht alle Tage ins Fernsehen.
Anfangs war es noch recht leer im Felsenkeller und zwei Bühnen sorgten für etwas Verwirrung, wo genau musste man denn nun hin?
Nach Rücksprache mit dem Veranstalter war aber auch dieses Problem schnell geklärt, denn eine Bühne war ausschließlich für die Coverband, die zwischendurch ein paar Songs zum Besten geben durfte, während auf der anderen die Künstler auftraten und genau da wollten wir ja hin.
Gleich zu Beginn gab es noch ein paar Hinweise wie z.B. dass es doch nett wäre, während das Countdowns zu klatschen und sich zu freuen und sich eben um die beiden Bühnen herum zu versammeln.
Der erste Auftritt an diesem Abend gehörte Inka, gefolgt von Dirk Zöllner mit „Käfer auf´m Blatt“, Frank Schöbel und Ute Freudenberg.
In der Mitte des Raumes, zwischen beiden Bühnen, befand sich das rote Sofa, auf das die Musiker nach ihrem Auftritt gebeten wurden und ein paar Anekdoten von damals zum Besten gaben.
Danach wurden die Platzierungen ab 50 auf einem Monitor eingeblendet, ganz so, wie man es beispielsweise von der Chartshow kennt.
Und zumindest wir waren ein gutes Publikum, wir haben lautstark mitgesungen, was ja kein Problem war, waren wir damals doch im besten teenageralter und kannten fast jeden Song in- und auswendig.
So war in diesem Abend auch noch ein kleiner nostalgischer Trip in die Jugendzeit enthalten, ach ja, schön wars irgendwie.
Und komisch, dass man doch so viele Texte irgendwo in den hintersten Regionen seines Gehirnes gespeichert hat und sie trotzdem einfach so ohne weiteres abrufen kann.
Mich verwundert es immer wieder, was ich alles noch so im Kopf habe.^^
Auch Sidney Youngblood war an diesem Abend zu Gast, sichtlich gealtert (gut, wir werden ja alle nicht jünger), aber wie sich bei seinem Auftritt zeigte auf der Bühne noch in Top-Form.
Ihm folgte dann Falkenberg mit seinem ersten Auftritt, bei dem er „Eine Nacht“ zum Besten gab.
Auch Petra Zieger samt Band waren mit von der Partie, leider nicht mit „Katzen bei Nacht“, dafür kam das Lied leider zwei Jahre zu früh.
Und ich muss gestehen, auch sie hat sich verdammt gut gehalten und nach all den Jahren immer noch Pfeffer im Arsch.^^
Ich persönlich hab mich zu jener Zeit ja eher weniger an unsere Ost-Musik gehalten, von der hatte man all die Jahre genug, mich reizten damals all die ausländischen Bands viel mehr, rückblickend muss ich jedoch zugeben, wir hatten einige verdammt gute Künstler, nach denen heute leider in den meisten Fällen kein Hahn mehr kräht.
Nicht fehlen durften auch City und Mysterious Art mit „Das Omen“ (auch wenn ich die Sängerin erstmal überhaupt nicht zuordnen konnte.
Klar, den Song kennt jeder, aber das Gesicht hinter der Stimme…) und Matthias Reim.
Bei ihm bin ich tatsächlich etwas erschrocken, man ist er alt geworden und dünn, am liebsten hätte ich ihm etwas zu essen zugesteckt…
Unterhalten hat er die Massen dennoch, gut, „Verdammt ich lieb dich“ ist ja auch ein Ohrwurm, egal ob gewollt oder ungewollt.
Auf Matze Reim folgte Karat und schließlich der undankbare zweite Platz, Karussell mit „Als ich fortging“, einem Song, der mir auch heute noch Gänsehaut beschert, ach, was soll ich sagen, ich liebe dieses Lied einfach.
Der Hit des Abends, Falkenberg mit „Dein Herz“, war dann quasi der Rausschmeißer und nachdem der Saal sich geleert hatte, ließen wir es uns nicht nehmen, selbst zumindest kurz auf dem roten Sofa Platz zu nehmen und so eine doch sehr interessante Veranstaltung ausklingen zu lassen.
Ein kleiner Abstecher in die Vergangenheit ist ab und an echt was feines, ich hab mich danach doch glatt gute 5 Jahre jünger gefühlt, mindestens.^^
Die Künstlerauswahl fand ich ebenfalls gelungen, wobei natürlich der große David Hasselhoff gefehlt hat, wie wir alle wissen, haben wir ihm ja nichts geringeres als den Mauerfall zu verdanken, aber gut, man kann halt nicht alle haben.
Eines jedoch hat mich mächtig aufgeregt.
Warum geht man zu solch einer Veranstaltung und quasselt dann die ganze Zeit, während die Musiker versuchen das Publikum zu unterhalten?
Respektlos ist das, so…
Trotzdem war es ein gelungener Abend mit einem Blick hinter die Kulissen, danke Ralf, dass du uns hast daran teilhaben lassen.

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Geschützt: „Code Genesis – Sie werden dich jagen“ – Andreas Gruber

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Geschützt: „Re-Animator“ – H. P. Lovecraft

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Monatsrückblick Oktober

Das Jahr geht mit großen Schritten dem Ende entgegen (ach was bin ich heute wieder poetisch^^) und irgendwie habe ich schon wieder 14 Bücher gelesen, diese Zahl scheint mich zu verfolgen und dabei dachte ich bis jetzt immer, meine Glückszahl wäre die 7, so kann man sich täuschen.^^.
Auch diesmal gab es wieder einige Titel, die nicht ganz meins waren, aber es wäre ja auch schlimm, wenn mir immer alles zusagen würde, es ist jetzt schon die Hölle, im Buchladen eine Auswahl zu treffen.
Angefangen hab ich noch „Re-Animator“ von H. P. Lovecraft, allerdings bin ich nicht ganz fertig geworden, auch wenn es sich mit Timos vielen bunten Bildern gleich viel schöner liest, und so wird das Buch das erste in meiner Novemberliste.

Hier aber erstmal die vom Oktober:

♦ „Profiling Murder 6 – Tödliche Intrige“ – Dania Dicken
♦ „Ausgeliefert an das Böse“ – A. C. Hurts
♦ „Sieben Arten Dunkelheit“ – Christian von Aster
♦ „Todesangst im Labyrinth“ – A. C. Hurts
♦ „All die Finsternis inmitten der Sterne“ – Bryn Greenwood
♦ „Köder“ – Chuck Palahniuk
♦ „Blut – Der Vampirkiller von Wisconsin“ – Robert W. Walker
♦ „Souled Out“
♦ „Das Dorf der Schatten“ – Darian Dawn
♦ „Spuk in Hill House“ – Shirley Jackson
♦ „Streets of Love“ – Ralph D. Chains
♦ „Blutiger Augenblick“ – Moe Teratos
♦ „Blutige Bestien“ – Moe Teratos
♦ „Todesmärchen“ – Andreas Gruber

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