Interview und Verlosung Wrath James White, Buchmesse Leipzig

„Meine Mom liest meine Bücher nicht“

Zur Buchmesse hatte ich gemeinsam mit den Büchergnomen die Gelegenheit zu einem netten kleinen Plausch mit Wrath James White und seiner bezaubernden Frau Tammy.
Da sich das Ganze über eine (übrigens sehr unterhaltsame und lustige) Stunde hinzog, gibt es hier natürlich nur eine kleine Zusammenfassung, Wrath James White in neun Punkten, sozusagen.
Wusstet ihr übrigens, dass er alle seine Bücher immer wieder seiner Ma widmet, obwohl er genau weiß, dass sie sie nicht liest?

Ach ja, und bevor ich es vergesse, zu gewinnen gibt es natürlich auch wieder eine Kleinigkeit, eine von Wrath signierte Ausgabe von „Der Teratologe“ mit Autogrammkarte und tada, einen zweiten kleinen Preis bestehend aus Autogrammkarte mit signiertem Kühlschrankmagnet, teilnehmen könnt ihr bis zum Freitag, also dem 31.05. 15 Uhr, danach werde ich auslosen.
Um mit in den Lostopf zu hüpfen, müsst ihr natürlich hier unter dem Originalbeitrag kommentieren, diesmal möchte ich wissen, welches euer Lieblingsbuch von Wrath ist oder ob ihr überhaupt schon eins gelesen habt.^^
Wie immer drücke ich euch natürlich wieder alle vorhandenen Däumchen.
Und bevor ich es vergesse natürlich noch ein ganz liebes Dankeschön an Inge von Festa für die Bereitstellung des Buches.

Aber nun erstmal zurück zu unserem kleinen Interview, bei dem es statt Fragen diesmal schlicht und ergreifend Stichworte gibt, ein bisschen Abwechslung muss halt auch mal sein.

Einhörner:

(Vor 2 Jahren erzählte Wrath beim Meet & Greet, dass er zusammen mit Monica O’Rourke ein etwas anderes Einhornbuch plant, absolut kinderuntauglich.^^)

Wrath: „Monica hat mich gefragt, sie will mitmachen und ja, ich habe angefangen. Die Idee: Ein Mädchen sieht im Hinterhof nach einem Regentag einen Regenbogen und findet an dessen Ende ein kleines Einhorn, das ihr Beschützer wir und es tötet jeden. Die Eltern missbrauchen ihre Tochter, außerdem ist sie autistisch und wird in der Schule gemobbt, es gibt also genug Opfer. Aber es ist ein süßes Einhorn, also tötet es die Leute auf eine niedliche Art und Weise, bezaubernde Tode, sozusagen…“

Familie:

Wrath; „Ich habe 4 Kinder, einen erwachsenen Sohn, die anderen sind 13, 12 und 10.“

Tammy: „Und alles Mädchen, wie sagst du immer?“

Wrath: „Guns don’t kill people, fathers with pretty girls kill people.“

Geld:

Wrath: „Ich überlasse meiner Frau viele Dinge im Haushalt. (Gelächter) Nein, ich meine nicht das Putzen, sie kontrolliert die Finanzen, denn ich hasse Geld…“

Tammy: „Er muss nur wissen, dass es auf dem Konto ist, alles andere ist ihm egal.“

Wrath: „Ich will keine Rechnungen sehen. Als ich ein Kind war, waren wir arm, Geld war alles, das einzige Gesprächsthema war: Wir haben nicht genug Geld, wir brauchen mehr Geld… Jetzt möchte ich mir keine Gedanken mehr darüber machen, also überlasse ich das meiner Frau.“

Wrath: „Ich habe immer 4 oder 5 Geschichten im Kopf und muss die Zeit finden, sie aufzuschreiben. Sobald ich eine zu Papier gebracht habe, kommt die nächste, so bin ich immer beschäftigt.“

Kontrollfreak:

Tammy: „Ich stehe unter ständiger Kontrolle. Im Dunkeln darf ich das Haus nicht verlassen…“

Wrath: „Das ist nicht wahr, nicht mehr, aber es war so. Ich bin in einer Gegend aufgewachsen, in der es sehr viele Verbrechen gab und ich hab da Paranoia entwickelt. Immer, wenn sie sich nicht meldet, denke ich gleich an das Schlimmste, immerhin schreibe ich ja darüber. Ihr Auto ist mal liegengeblieben, sie rief mich an, erzählte mir davon und als ich sie zurückrufen wollte, ging sie nicht mehr ans Telefon. Ich dachte mir, eine hübsche Frau am Straßenrand, jemand hält an, greift sie an. Je länger sie sich nicht meldete, umso schlimmer wurde die Geschichte in meinem Kopf. Ich sah sie schon in einer Mülltonne an der Straße. Später rief sie zurück, erklärte, dass sie mit dem Abschleppdienst telefoniert hat und fragte, was mit mir nicht stimmen würde. Sowas kann man nicht mit einem Horrorautor machen…“ (Allgemeines Gelächter.)

Tammy: „Wir haben jetzt einen Kompromiss, ihr kennt doch die Handyfunktion, mit der man seinen Standort teilt, jetzt sieht er immer, wo ich bin.“

Wrath: „Also, die Antwort ist nein, ich bin kein Kontrollfreak.^^“

Lieblingsbuch:

Wrath: „Ich habe kein Lieblingsbuch, dass, an dem ich gerade schreibe, ist immer mein liebstes.“

Schreibprozess:

Wrath: „Manchmal habe ich von Anfang an das gesamte Buch im Kopf, manchmal alles bis auf das Ende. Als ich „Der Totenerwecker“ schrieb, hatte ich keine Ahnung, wie es enden würde. Die letzten 8.000 Worte, das sind ungefähr 120 Seiten, habe ich an einem Wochenende geschrieben, ohne Pause. Manchmal ist es besser, selbst nicht zu wissen, wie es ausgeht, das macht es aufregender für mich, dann will ich zum Ende kommen, um zu wissen, was passiert. Wenn ich schon weiß, wie es ausgeht, ist es schwieriger, weil, auch wenn ich es noch nicht geschrieben habe, fühlt es sich an, als hätte ich es schon getan, das ist nicht so spannend.“

Tabus:

Wrath: „Ich würde niemals Kindesmissbrauch verherrlichen, leider gibt es genug davon auf dieser Welt und ich würde es hassen, wenn etwas von dem, was ich geschrieben habe, Pädophile anmacht.“

Wunschschreibpartner:

Wrath: „Leider ist der schon verstorben: Jack Ketchum. Brian Keene ist jemand, mit dem ich schon seit 10 Jahren darüber rede, wir haben jetzt gerade angefangen und ich warte darauf, dass er mir seinen Teil zuschickt.“

Zusammenarbeit:

Wrath: „Einer der Gründe, warum ich mit anderen Autoren zusammenarbeite, ist, um zu sehen, wie sie schreiben und ihre Stories aufbauen. Außerdem bin ich ein Einzelkämpfer, ich komme nicht so gut mit anderen klar und so zwinge ich mich, meine Komfortzone zu verlassen. Ich habe eine dominante Persönlichkeit und muss mich so auch mal zurücklehnen, damit meine Partner sich entfalten können … Aber ich schreibe immer das Ende.^^“

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„USA 2084“ – Pjotr X

Keine guten Zukunftsaussichten…

Im Amerika der Zukunft werden jedes Jahr ein Prozent der 19-Jährigen geschlachtet, um der weltweiten Hungersnöte zu gedenken, auf diese Weise zu sterben, gilt als große Ehre, das Fleisch ist eine teure Delikatesse, die sich nicht jeder leisten kann.
Als Jessica mit ihrer Schulklassen einen Ausflug zu einem der Schlachthöfe macht, ist die Stimmung entspannt, die Mädchen albern herum, klettern in die Schlachtvorrichtungen, lassen sich alles genau erklären und reißen ihre Witzchen darüber.
Zwar befindet sich zu diesem Zeitpunkt keine Ware dort und sie können nur die blitzblank geputzten Hallen bestaunen, aber jeder von ihnen kennt das Schauspiel ja aus dem Fernsehen und dort sieht es immerhin nicht schlimm aus.
Auch Jes hat kein Problem mit der Schlachtquote, bis sie den Brief erhält, der auch sie zu bloßem Fleisch degradiert.
Von jetzt an hat sie nur noch drei Tage zu leben und ist nur noch eine Nummer, dabei hatte sie noch so viele Pläne, von einem Moment auf den anderen ist klar, sie wird nie eine Familie haben, keinen Beruf erlernen.
Was wird aus ihrem Freund?
An seiner Seite hätte sie mit Sicherheit ein gutes Leben erwartet.

„… Alles wirkte surreal. Die Straßen und Shoppingcenter, die Jes seit Kindheitstagen kannte, wirkten plötzlich lächerlich. Die aufgesetzte Freundlichkeit, die fröhliche Musik, die knallbunte Werbung – all das war für Jes wie ein Schlag ins Gesicht. Der Gedanke, alles zum letzten Mal zu sehen, tat weh …“ (Seite 145)

Als guter Bürger tut man jedoch, was von einem erwartet wird und das Schlachthaus hat damals ja gar keinen schlechten Eindruck gemacht, außerdem sind da ja immerhin noch drei Tage, in denen sie das Leben in vollen Zügen auskosten kann.
Leider muss Jes jedoch bald erkennen, dass die Dinge, die im Fernsehen gezeigt werden, nicht unbedingt der Realität entsprechen und die menschliche Ware alles andere als mit Respekt behandelt wird…

Manche Bücher machen es einem echt schwer, dieses hier zählt definitiv dazu.
Warum?
Nun ja, vor 2 oder 3 Jahren habe ich es schon einmal gelesen, ich fand den Klappentext sehr interessant und dachte mir, hey, genau das Richtige für mich.
Leider jedoch nicht ganz, denn drei Dinge haben mich wirklich gestört und die sind mir beim erneuten Lesen auch sofort wieder aufgefallen.
Wie bereits gesagt, oder besser geschrieben, das Thema selbst regt zum Nachdenken an, was wäre, wenn …, man kann den Faden endlos weiterspinnen, sich Gedanken darüber machen, wie man sich wohl selbst in einer solchen ausweglosen Situation fühlen würde, das tue ich zumindest immer und da habe ich hier ein Problem, denn für mich handeln die Leute hier alle einfach nur unlogisch, da ist Jes noch nicht mal zerlegt und ihr Freund hat die Finger bereits unterm Rock ihrer kleinen Schwester oder man will gemeinsam die letzten Stunden intimen Zusammenseins genießen und was macht man?
Erstmal auf der Hotelterrasse in aller Öffentlichkeit vögeln.
Nennt mich kleinlich, aber ja, mich stört sowas und damit bin ich auch gleich bei Kritikpunkt Nummer Zwei, dem permanenten Beinebreitmachen.
Das wird über das System philosophiert, über Zukunftswünsche, Sehnsüchte und auf einmal zack, kommt wieder so eine Passage, in der man denkt, man ist in einem billigen Porno.
Natürlich weiß ich, dass das der Veranschaulichung der Lebenseinstellung dort dienen soll, dennoch bin ich der Meinung, weniger wäre hier mehr gewesen…
Und zum Abschluss das leidige Thema Bratenspieß, immer wieder wird darauf rumgeritten und erklärt, wie das Ganze funktioniert, was ja nun nicht so schwierig ist und spätestens nach dem ersten Mal klar war…
Alles in allem bietet die Zukunft wohl eher weniger erfreuliche Aussichten, Sex scheint alles zu sein, worum sich das Leben dreht, abgesehen von der Glotze, aber da gibt es ja auch Sex zu sehen, zum Glück werde ich das wohl nicht mehr miterleben…
Besonders erschreckend für mich ist, wie normal die Leute damit umgehen, mal eben so jemanden zu verspeisen und wie schnell die, die zum Magenfüllen dienen doch vergessen sind, selbst von der eigenen Familie und Freunden.
Die wissen aber auch nicht, was in den Schlachthöfen wirklich vor sich geht, glaubt doch jeder an das Märchen, dass die Opfer nichts spüren und sogar stolz in den Tod gehen, denn für sein Land zu sterben, ist schließlich eine Ehre.
Aber was soll man denn auch tun, wenn das Fleisch nun mal besser schmeckt, wenn das „Vieh“ noch lebt, wenn das Messer angesetzt wird, ein Problem, mit dem wir uns ja bereits heute herumzuschlagen haben.
Womit ich wieder bei meinem Problem mit dem Buch wäre, Gesellschaftskritik und dauerhaftes Kopulieren passt für mich einfach nicht zusammen, es gibt so viele Dinge, die zum Nachdenken anregen und dann kommt jedes Mal der Erotikhammer und zack, ist man wieder bei entblößten Geschlechtsteilen, schade…

Das Cover zeigt eine aufgespießte Frau, passt zweifelsfrei zum Thema, mir allerdings ist es zu dunkel, man muss echt ein paar Mal hingucken, um genaueres zu erkennen, aber vielleicht ist das ja Absicht.

Hm, was soll ich nun sagen?
Die Grundidee finde ich nach wie vor super, ich habe inzwischen ein paar Bücher gelesen, die in diese Richtung gehen und das ist definitiv am krassesten, aber dieses Schmuddelheftchen-Ding geht für mich in dem Zusammenhang gar nicht und so bleiben am Ende leider nur 3 von 5 Blutlachen…

• Titel:                                      „USA 2084“

• Autor:                                     Pjotr X

• Verlag:                                   Blutwut

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                           319 Seiten

• ISBN:                                    978-3-9611-1426-9

Genre:                                    Hardcore, Horror

• Bewertung:

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Verlosung: „Malena – Ein Hauch von Himmel“ – Alex Miller

Für alle Höllenfreunde …

Genau passend zum Start ins Wochenende habe ich heute Post von Alex Miller bekommen, die Prints zu „Malina – Ein Hauch von Hölle“ sind endlich da, hach was habe ich mich gefreut.
Ein Exemplar und das bezaubernde Duftfläschchen sind natürlich sofort bei mir ins Regal eingezogen, das andere Buch wartet noch sehnsüchtig auf ein neues Zuhause.
Wenn ihr also einen verwaisten Print ein neues, kuscheliges Heim bieten möchtet, dann kommentiert bitte mit: „Ja, ich will“ hier unter dem Originalbeitrag.
Die Verlosung erfolgt am 30.05., alle Teilnehmer bis 12 Uhr werden berücksichtigt.

Die Rezension zum Buch findet ihr übrigens hier:http://virginyliest.com/?p=2980 ,falls ihr euch nicht sicher seid, ob es das Richtige für euch ist, aber ich kann euch sagen, ich habe mich köstlich amüsiert und das Haustierchen hätte ich auch gern.^^

So meine Lieben, ich drücke euch dann mal sämtliche Däumchen und wünsche ein entspanntes Wochenende. … ^^

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„10 Stunden tot“ – Stefan Ahnhem

Schade, Potential war vorhanden …

Fabian Risk hat eine Auszeit genommen.
Nachdem seine Tochter angeschossen wurde und dem Tod noch einmal von der Schippe gesprungen ist, versucht er nun, Ordnung in seine Familienverhältnisse zu bringen, denn nicht nur um seine Ehe scheint es eher schlecht bestellt.
Nebenbei ermittelt er immer noch privat gegen seinen Kollegen Molander, den er für einen Mörder hält.
Doch auch der Rest des Teams hat mehr als genug um die Ohren, da ist die Leiche eines kleinen Jungen, der qualvoll in einer Waschmaschine ums Leben kam und der Mord am Angestellten eines Supermarktes  mitten in der Einkaufszeit.
Außerdem gibt es noch eine Frau, die sich verfolgt fühlte, bei der Polizei nicht wirklich ernst genommen wurde und nun vergiftet in ihrer Wohnung liegt.
Als sich die Fälle stapeln, wird auch Risk wieder hinzugerufen und er ist bei Weitem nicht der Einzige, der mit Problemen zu kämpfen hat, seine Vorgesetzte ist eine zu enge Beziehung mit Alkohol eingegangen und Lilja muss feststellen, dass ihr Lebensgefährte einige Geheimnisse hat, all das fördert die Ermittlungen natürlich nicht unbedingt…

Bei Lovelybooks war mal wieder Leserundenzeit und da ich ja für neue Reihen immer offen bin, hab ich mein Glück natürlich bei Stefan Ahnhems Fabian Risk Buch versucht.
Auf dem Schwarz-Weiß-Cover steht der Titel in hellem Blau hinter einer doch eher düstern Landschaft, ein Bild, das neugierig macht.
Am Schreibstil gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln und da es bereits der vierte Teil ist, war mir natürlich klar, dass bei mir wahrscheinlich einige Fragen auftauchen werden, aber das ist an sich ja halb so wild.
Etwas unruhig wurde ich dann jedoch, als ich mit Figuren nahezu überschüttet wurde, für mich waren die ja alle vollkommen neu, aber okay, auch eins der Risiken, wenn man erst später irgendwo einsteigt, ein bisschen Vorlauf fehlt dann halt.
Hier jedoch bezog sich so viel auf die Vergangenheit, was eben nur mal kurz angeschnitten wurde, dass ich schon so meine Probleme hatte, aber es wurde mit dem Fall nicht besser.
Wobei Fall ja gar nicht richtig ist, denn hier gibt es nicht nur einen, auch nicht etwa zwei, in denen parallel ermittelt wird, nein, es gibt eine ganze Menge und wie sagt schon das gute alte Sprichwort?
Zu viele Köche verderben den Brei und dem kann ich in dem Fall hier leider nur zustimmen.
Fabian Risk, der eigentliche Hauptprotagonist, taucht erstmal nur am Rande auf, der er einige familiäre Probleme zu klären hat, die mich jetzt nicht wirklich interessieren, was wiederum der Tatsache geschuldet ist, dass ich von den Vorkommnissen in der Vergangenheit keine Ahnung habe.
Gut, dafür kann der Autor jetzt nichts, aber es macht das Buch für mich eben nicht unbedingt besser.
Das Ermittlerteam an sich scheint von Teamarbeit auch noch nichts gehört zu haben, jeder kocht so sein eigenes Süppchen, es herrschen Spannungen und so wirklich zu trauen scheint man sich untereinander auch nicht.
Bei Fabian Risk hat das sicherlich mit seinem Verdacht gegenüber Molander zu tun aber bei den anderen?
Ein weiteres Problem hatte ich mit den weiblichen Protagonisten, die, meinem Gefühl nach, irgendwie alle klein gehalten werden.
Da ist die Chefin mit dem Alkoholproblem, Lilja, die ihrem Freund mal eben in die Faust rennt und die Klappe hält, Molanders Frau, der einige Sachen dann wohl doch spanisch vorkommen, ich weiß nicht, vielleicht sehe ich das auch zu eng, aber gefallen hat mir das gar nicht.
Aber das schlimmste an der Sache ist ja, das nichts wirklich aufgeklärt wird, außer einem doch eher kleinen Fall, der doch eher so ein bisschen nebenher läuft.
Ein Cliffhanger ist ja okay, sollen doch die Leser zum Kauf des nächsten Bandes animiert werden, aber so gar nichts aufklären und dann am Ende sogar noch neue Fragen aufwerfen halte ich persönlich nicht unbedingt für eine gute Wahl.
Auf dem Klappentext bezieht man sich spezifisch auf den Fall des Würfelmörders, der hat mich auch am meisten interessiert, leider ist man am Ende genauso schlau wie am Anfang, aber immerhin weiß man inzwischen, wie er den Tod seiner Opfer ausknobelt.
Neben all den offenen Fragen, die die Fälle betreffen, stellt sich mir jedoch auch die nach dem Titel.
Was hat der mit dem Buch zu tun?
Klar ist jedes der Opfer irgendwann mal 10 Stunden tot, eine Rolle spielt das allerdings nirgendwo oder habe ich etwas überlesen?
Man darf mich in dem Fall gerne aufklären.^^
Nach so vielen negativen Punkten sollte man denken, ich hätte das Buch eigentlich abbrechen müssen, aber ich muss gestehen, dass ich eben den Schreibstil sehr gelungen fand, die Handlung sehr spannend war und ich natürlich wissen wollte, was es denn nun mit dem Würfelmörder oder dem toten Kind in der Waschmaschine auf sich hatte, gerade das Auswürfeln der Todesarten usw. war mal etwas Neues.
Lange Rede, kurzer Sinn, für „10 Stunden tot“ gibt es von mir 3 von 5 Blutlachen und vielleicht werde ich mich der Reihe sogar noch einmal widmen, denn dieser Band war für den Neueinstieg doch eher ungeeignet …

• Titel:                                      „10 Stunden tot“

• Autor:                                     Stefan Ahnhem

• Verlag:                                   Ullstein

• Format:                                  Klappenbroschur

• Seitenzahl:                           494 Seiten

• ISBN:                                    978-3-550-20005-2

Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Sukkubus – Dämonin der Lust“ – Krystan Knight

Lust und Schmerz …

Nachdem Cyris neben der Leiche ihres frisch angetrauten Ehegatten, dem Sohn des Grafen, aufwacht, wird sie umgehend ins Verlies verfrachtet.
Die Folterknechte dort sind sofort Feuer und Flamme für die rothaarige Schönheit und widmen sich ihr auf ganz besondere Art und Weise.
Die Gefangene, vor ihrer Hochzeitsnacht noch Jungfrau, reagiert auf die ihr zugefügten Schmerzen jedoch mit Lust, einem Gefühl, dass sie erstmal so gar nicht einordnen kann.
So gelingt es ihr, die Aufpasser um den Finger zu wickeln und zu entkommen.
Da ihr jedoch jede Erinnerung an ihr bisheriges Leben fehlt, beschließt sie, den Priester im Nachbarort aufzusuchen, der sie verheiratet hat, er muss etwas über ihre Vergangenheit wissen, der Weg dorthin gestaltet sich allerdings schwierig, denn inzwischen wird sie als Hexe gesucht.
Unterwegs trifft sie auf den Ritter Wolfhard von Krähenberg, der gerade überfallen wird und dem sie hilfreich zur Seite steht.
Dieser Mann weckt widersprüchliche Gefühle in ihr, denn vorher dienten die Männer nur Lustobjekte.
Als er sie in einem Gasthaus jedoch wie eine Hure behandelt, wendet sie sich dort dem Kaufmann Schubert Kauffried zu, keine schlechte Entscheidung, wie sich herausstellt, denn er kann ihr einiges über ihren inneren Dämonen erzählen…

Wer mich kennt, der weiß auch, dass ich mit Erotikbüchern und drögen Herumgepimpere nicht allzu viel am Hut habe, deshalb bin ich auch nicht mit zu hohen Erwartungen an das Büchlein herangegangen, aber ich muss sagen, es hat mich doch etwas überrascht, wahrscheinlich, weil es, im Gegensatz zu den Werken, die ich bisher in dem Genre gelesen habe, tatsächlich auch eine Handlung hat und wahrscheinlich auch, weil ich bei Dämonen, Hexen und allem, was so in die Richtung geht, eh in meinem Element bin.
Natürlich darf man jetzt keine ausgeklügelte Romanhandlung erwarten, trotzdem hat „Sukkubus“ mich mit der Geschichte um die Waise Cyris gut unterhalten und auch den Wechsel vom armen, ängstlichen Mädchen zum lustgeilen Sukkubus hat mich nicht wirklich abgeschreckt.
Cyris ständiges Hin und Her zwischen ihren beiden Persönlichkeiten, das sie anfangs nicht versteht, ist gut beschrieben und durchaus nachvollziehbar, auch wenn die anderen Figuren, wie der edle Ritter Wolfhard oder Kaufmann Schubert eher blass bleiben.
Das Cover mit der rothaarigen dunklen Schönheit soll zweifelsohne die Hauptprotagonistin darstellen, sehr passend, für meinen Geschmack allerdings einen Tick zu dunkel gehalten.
Alles in allem gibt es für den dämonischen Selbstfindungstrip von mir 4 von 5 Blutlachen oder wären Peitschen hier angebrachter?^^

• Titel:                                      „Sukkubus – Dämonin der Lust“

• Autor:                                     Krystan Knight

• Verlag:                                   Blutwut

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                           198 Seiten

• ISBN:                                    978-3-9611-1430-6

Genre:                                    Erotik, Fantasy

• Bewertung:

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„Touch the Flame“ – Zoran Drvenkar

Wenn der Vater mit dem Sohne …

Nachdem er seinen Vater sieben Jahre nicht mehr zu Gesicht bekommen hat, soll der 15-jährige Lukas nun gleich eine ganze Woche mit ihm verbringen.
Die ganze Aktion startet schon wenig erfolgversprechend, erst kommt er zu spät und dann scheint ihn sein Sohn schon beim Abholen nicht sonderlich zu interessieren, aber Lukas hat eh keine sonderlich hohe Meinung von seinem Erzeuger und erwartet so nicht viel.
Als er jedoch erfährt, dass ein Dad Krebs hat, ist er doch etwas schockiert, allzu lange hält das jedoch nicht an.
Den ersten Abend verbringen die beiden in der Wohnung einer jungen Frau, die Lukas für die Geliebte seines Vaters hält, später stellt sich heraus, sie gehört zur Familie.
Immer wieder macht sie seltsame Andeutungen, erklärt Lukas jedoch nicht, was los ist und mitten in der Nacht holt ihn sein Vater dann auch noch aus dem Bett und drängt zum sofortigen Aufbruch, die Fahrt geht von Berlin nach Hamburg zu seinem Onkel, der alles andere als ein netter Zeitgenosse ist und sozusagen frisch aus dem Knast kommt.
Aber was will er von seinem Vater?

„… Seitdem er mich gestern von zu Hause abgeholt hat, blieb mir genug Zeit, ihn zu beobachten, ihn regelrecht zu studieren. Das Bild verändert sich andauernd. Es gibt Momente, da scheint er voller Kraft, da bewegt er sich mit Elan und weiß, was um ihn herum geschieht. Leider sind diese Momente kurz und brechen zusammen wie ein Fertighaus, durch das eine Einrisskugel spaziert. …“ (Seite 77)

„Sorry“ und „Still“ haben mir sehr gut gefallen, den etwas eigenwilligen Schreibstil des Autors kenne ich ja inzwischen, warum also nicht mal ein Jugendbuch von Zoran Drvenkar probieren?
Der Klappentext hat mich neugierig gemacht, wirklich auf die Handlung eingegangen wird nicht und so bleibt der Fantasie genug Spielraum.
Leider hat „Touch the Flame“ nicht wirklich meiner Vorstellung entsprochen, ein Junge, der seinen Vater nach einer halben Ewigkeit wiedertrifft, ja, daraus hätte man etwas machen können.
Stattdessen konstruiert der Autor für mich eine völlig wirre Story.
Ja, Jugendlich mögen Action, aber die Geschichte ist für mich so unlogisch und wirkt irgendwie an den Haaren herbeigezogen.
Warum Lukas mit deinem Vater unterwegs ist, habe ich bis zum Ende nicht verstanden.
Erst dachte ich ja, seine Krankheit lässt ihn die Nähe zu seinem Kind suchen, aber nee, Pustekuchen, er ist ihm völlig egal.
Der Vater ist ein Kotzbrocken, der Sohn aber auch nicht wirklich besser, am Ende hatte ich das Gefühl, die beiden haben einander verdient.
Das Cover mit der Schrottkarre passt auch nicht wirklich zur Handlung und ich habe keine Ahnung, was der Autor mir mit seiner Geschichte eigentlich sagen will, gerade das Ende finde ich daneben, aber vielleicht bin ich einfach nur zu alt, um das zu verstehen.
Um Drvenkars Jugendbücher werde ich zukünftig einen Bogen machen und mich lieber an seine Thriller halten, denn auch wenn der Schreibstil nach wie vor überzeugt, tut das die Geschichte an sich nicht, darum gibt es auch nur 3 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Touch the Flame“

• Autor:                                     Zoran Drvenkar

• Verlag:                                   Carlsen

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                           204 Seiten

• ISBN:                                    978-3-551-35216-3

• Genre:                                    Jugendbuch

• Bewertung:

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„Henker“ – Michael Barth

Wie weit gehst du für eine gute Story?

Clara ist das erste Opfer des Henkers, mit dem es Kriminalhauptkommissar Bernd Zenker zu tun bekommt, kopfüber aufgehängt und mit einer Säge bearbeitet, wahrlich kein schöner Tod.
Mit ihrem Blut ist ein einziges Wort an die Wand geschrieben: Schuldig und genau das bringt dem brutalen Mörder schon bald seinen Spitznamen ein, denn unglücklicherweise ist es einem Reporter gelungen, ein Bild von der Leiche zu schießen, das am nächsten Morgen die Runde macht, allerdings nicht ganz so wie geplant, denn nicht Ulf Jacobs, der das Foto geschossen hat, veröffentlicht es bei seiner Zeitung, sondern Daniel Wolter, der Ulf von früher kennt und ihm in einem passenden Moment einfach den USB-Stick mit seiner Arbeit entwendet.
Jacobs, der nun ohne Titelstory dasteht, wird von seinem Chef entlassen, Wolter hingegen beschert seiner Zeitung eine Rekordauflage und berichtet auch weiterhin über den Fall, denn schon bald gibt es weitere Opfer, die alle mithilfe antiker Foltergeräte grausam ins Jenseits befördert werden.
Zenker, der nach einigen Ermittlungen auch die beiden Reporter auf dem Radar hat, wird von seinem Freund Armin, einem Autor unterstützt, der das nicht ganz uneigennützig macht, immerhin fallen so immer mal wieder ein paar Informationen ab, die er für seine Bücher nutzen kann.
Als Jacobs sich dann an Wolter rächt, gerät so einiges außer Kontrolle und es kommen unschöne Dinge zum Vorschein, die auch vor dem Ermittler nicht haltmachen…

Ob nun Michael Barth oder Ethan Kink, man weiß, was man bekommt, es wird geklotzt und nicht gekleckert, ich sag nur Foltermethoden…
Teilweise tat das schon allein beim Lesen weh, autsch.
Das Cover mit dem Zeitungsartikel im Hintergrund finde ich sehr gelungen, auch wenn der Hammer doch eher unspektakulär ist.
Die Protagonisten sind gut gezeichnet, selbst wenn ich es im Falle von Ulf Jacobsen etwas übertrieben fand, denn der arme Kerl hat ja wirklich alles mitbekommen, was einen zum Kotzbrocken macht, wobei auch der schmierige Daniel Wolter in der Beziehung einiges zu bieten hat, in Gegensatz zu ihm kommt Bernd Zenker schon fast unspektakulär daher.
An Schreibstil oder der Logik gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln und so bekommt „Henker“ von Michael Barth von mir 4 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Henker“

• Autor:                                     Michael Barth

• Verlag:                                   Books on Demand

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                           320 Seiten

• ISBN:                                    978-3746065328 

Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Hütte Nummer Drei – Tage der Toten“ – Michael Dissieux

Familienbande …

Vor einem Jahr ist Stefans Bruder gestorben.
Nein, er vermisst ihn nicht, nicht ein bisschen, denn Frank war kein guter Mensch.
Als kleiner Junge hat er noch zu ihm aufgesehen und doch irgendwann erkannt, dass sein großer Bruder kein Vorbild ist, immerhin hat er zwei Leben auf dem Gewissen, Leben von Menschen, die Stefan wichtig waren, zwei Todesfälle, an denen auch er sich die Schuld gibt, selbst nach Jahren.
Und dann ist da noch seine Mutter, nur die dicke Frau genannt, zu ihr hatte er ebenfalls keine gute Beziehung und auch sie ist tot.
Doch in Stefans Kopf spuken beide immer noch herum und so tritt er die Flucht nach Schweden an, mietet sich in einer verlassenen Gegend ein kleines Häuschen am See, Hütte Nummer Drei, hier will er endlich mit sich und seinem Leben ins Reine kommen.
Doch das ist gar nicht so einfach, denn die Geister seiner toten Familie lassen ihn einfach nicht los.
Erst taucht nur die dicke Frau auf, doch Stefan weiß ganz genau, dass auch Frank nicht auf sich warten lässt und als er beim Einkaufen im Dorf auf die Kassiererin Inga trifft, kehrt auch Frank zurück.
Das Mädchen scheint Interesse an seinem kleinen Bruder zu haben und so beginnt Frank über sie herzuziehen, sich lustig zu machen wie immer, wenn Stefan einmal etwas gefällt …

Dass Michael Dissieux schreiben kann, steht außer Frage, ich mag seinen bildhaften Schreibstil, aber hier ist das alles ein bisschen zu viel, was vielleicht auch daran liegt, dass nicht wirklich etwas passiert.
Stefan ist vor seinen Geistern in die einsame Hütte geflüchtet, aber auch da suchen sie ihn auf, seine Mutter, die sich nie um ihn gekümmert hat und sein Gangster-Bruder, unter dem Stefan schon als kleiner Junge zu leiden hatte.
Dann trifft er ausgerechnet in dieser Abgeschiedenheit Inga, die sexy Schwedin, die abends plötzlich vor seiner Hütte steht.
Nachdem sie etwas getrunken haben, schickt er sie weg, nicht ganz freundlich, was ihm danach leid tut.
Damit wären wir bei der Hälfte des Buches und passiert ist nicht wirklich was.
Ja, Stefans Kindheit war nicht schön und das ist sehr passend umschrieben, trotzdem sitzt man die ganze Zeit da und fragt sich, wann es denn nun endlich losgeht.
Ein weiteres Problem sind für mich die Figuren, ja, Frank und auch die Mutter sind keine liebenswerten Zeitgenossen, aber auch Stefan fand ich nicht sonderlich sympathisch, Inga übrigens auch nicht, am Ende war es mir egal, was mit ihnen passiert.
Dass der Hauptprotagonist langsam aber sicher in den Wahn abgleitet, ahnt man recht früh, ebenso, dass die ganze Sache natürlich kein gutes Ende nehmen kann.
Die Geschichte an sich finde ich gar nicht mal schlecht, nur ist mir das Buch einfach zu ruhig, zu unspektakulär, für mich bisher das schwächste des Autors, selbst das Cover macht mich diesmal nicht glücklich, der Waldweg wirkt mir irgendwie zu fröhlich für dieses Thema.
Meins war es leider nicht, schade, am Ende bleiben 3 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Hütte Nummer Drei“

• Autor:                                     Michael Dissieux

• Verlag:                                   Independently published

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                           188 Seiten

• ISBN:                                    978-1730737206

Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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„Milestone“ – Kealan Patrick Burke

Stadt ohne Seele …

Ja, ich mag Kealan Patrick Burke und seinen Schreibstil, er kann Figuren erschaffen, die man fast vor sich sieht, aber mit „Milestone“ bin ich irgendwie nicht so richtig warm geworden.
Das Büchlein ist hübsch aufgemacht, die Dame, die darauf über die Straße krabbelt, könnte der ersten Geschichte „Die Hexe“ entsprungen sein, allerdings war die Frau da nicht hüllenlos, soweit ich mich erinnere, aber nacktes Fleisch zieht ja bekanntlich immer…^^
Für eine gebundene Ausgabe ist das Buch recht klein, es hat fast Taschenbuchformat und, nicht zu vergessen, es ist vom Autor signiert, was es schon zu einem kleinen Schätzchen im Regal macht, denn es gibt nur 500 Exemplare, meins übrigens hat die Nummer 5.
Dann kommt allerdings schon wieder meine leichte Abneigung gegen Kurzgeschichten ins Spiel, hier gibt es vier davon, eine in längerer Form sogar als eigenständiges Buch, da werden die Geschehnisse natürlich noch genauer ausgeleuchtet.
Hier ein kurzer Überblick:

„Die Hexe“: Officer Bryce Carrigan wird zu einem Unfall gerufen, was ihn nicht sonderlich wundert, immer wieder gibt es an der Stadtgrenze „Wildunfälle“, nur, dass nie irgendwelche Tiere auftauchen, dafür aber tote Menschen.
Die Frau diesmal hat allerdings überlebt, faselt aber irgendetwas über ein Kind, welch sonderbarer Zufall, denn die Gattin des Polizisten ist schwanger…

„Samstagabend bei Eddies“ ist sozusagen die Kurzfassung zu „Seelenhandel“, dieselbe Geschichte, nur eben etwas weniger ausgeschmückt, auch hier geht es natürlich um „Eddies Tavern“, wo man sich allabendlich trifft, mehr zu tun gibt es in Milestone ja nicht.
Diesmal erzählt der Sheriff von Reverend Hill, der allerdings eher Dämon als Priester zu sein scheint und der von jedem Einwohner eine besondere Art der Wiedergutmachung für begangene Sünden einfordert…
Da ich „Seelenhandel“ schon gelesen habe, war diese Geschichte nichts Neues für mich, trotzdem mochte ich sie von allen am liebsten, gerade, weil man auf so viele schräge Charaktere trifft.

„30 Meilen von Dry Country“ hingegen hat mir am wenigsten zugesagt.
Warrick Tanner, ein alter Mann warnt einen Durchreisenden vor Milestone und erzählt ihm seine Geschichte, die, nun ja, mehr würde zu sehr spoilern…

Und als Letztes wäre da noch „Das Palaver“: Ein Friseur ohne Kundschaft grübelt darüber nach, sein Geschäft endlich aufzugeben, als er einen seltsamen Besucher bekommt.
Der Herr berichtet  ihm über einen Barbier, der nach Milestone kommt und dort den alten leerstehenden Laden übernimmt, allerdings wird er nicht unbedingt freundlich aufgenommen und rächt sich auf seine eigene Art und Weise…

Die Stories an sich haben nichts miteinander, spielen aber eben alle in Milestone, einem merkwürdigen Ort, der ausgewählte Leute von außen „herbeiruft“ und andere schlicht und ergreifend auf seine eigene Art und Weise los wird.
Kurzum, es ist ein Ort ohne Seele, für den seine Bewohner nichts anderes als Spielfiguren sind, an sich Thema mit Potential und ich behaupte mal ganz kühn, mit einer durchgängigen Geschichte hätte mir das Ganze eher zugesagt, so gibt es leider nur 3,5 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Milestone“

• Autor:                                     Kealan Patrick Burke

• Verlag:                                   Voodoo Press

• Format:                                  Hardcover

• Seitenzahl:                           278 Seiten

• ISBN:                                      /, Sammlerausgabe

Genre:                                    Horror, Mystery

• Bewertung:

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Auslosung von Stefanie Mauchers „In Flammen“

And the winner is …

So, nein, ich habe es nicht vergessen, ich habe den Gewinner des signierten Exemplars von Stefanie Mauchers „In Flammen“ bereits gestern ausgelost, ich habe nur vergessen, es zu posten, also Asche auf mein Haupt und ich schiebe es mal auf das Alter, hüstel…
Die stolze Gewinnerin ist diesmal Nicole Plath, bitte melde dich bei mir, damit wir alles weiter klären können.

An dieser Stelle möchte ich mich natürlich auch noch einmal ganz herzlich beim Redrum Verlag und Michael Merhi für die Bereitstellung des Gutscheins bedanken.

Den Anderen drücke ich die Däumchen für nächsten Mal, es gibt schon bald wieder etwas zu gewinnen.^^

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