„Mr. K“ – J. A. Konrath

• Titel:                                      „Mr. K“

• Autor:                                    J. A. Konrath

• Verlag:                                  Edition M

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           285 Seiten

• ISBN:                                     978-1612187167

• Genre:                                    Thriller

• Bewertung:

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Buchmesse 2020

Messeblues …

So, gestern hab ich mir jeglichen Kommentar verkniffen, aber heute muss ich doch noch ein paar Worte dazu loswerden.

Erstmal halte ich diese ganze Panikmache für so überflüssig wie nen Kropf, ich denke immer noch, dass sich das Ganze in zwei bis drei Wochen schon wieder gelegt hat, sollte dem nicht so sein, dürft ihr mich gern an meine Worte erinnern.^^

Ich fand es toll, dass in Leipzig, zumindest in meiner Ecke, Ruhe herrschte, hier bei mir gab es keine ausverkauften Regale etc …
Seit der Absage der Buchmesse sieht es nun etwas anders aus.
Gut, die Regale sind immer noch voll, aber es werden Sachen abgesagt, da fragt man sich…
Vom Desinfektionsmittelklau und Vorratshortung rede ich jetzt gar nicht erst, aber es ist doch klar, dass viele Leute in Panik verfallen, wenn man ihnen rät, sich zu bevorraten oder der Typ vor einem im Supermarkt den Wagen bis obenhin voller Konserven packt.
Der Mensch ist nun mal ein Herdentier und zur Zeit werden einfach viel zu viele falsche Signale gesendet, aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

Dass die geplanten Veranstaltungen für „Leipzig liest“ ausfallen, völlig verständlich, welcher Autor kommt mal eben für zwei Stunden nach Leipzig gehuscht, um dann in einer halb leeren Location zu sitzen ?
Gestern allerdings bekam meine Tochter dann Bescheid, dass man ihr das Ausbildungszeugnis zuschicken würde, da die Übergabe aus aktuellem Anlass ausfallen würde.
Fußball geht aber nach wie vor und in der vollen Bahn weiterhin jeden Morgen gestapelt auf Arbeit fahren klappt auch…
Ich verstehen die Denkweise dahinter einfach nicht.

Mir tut es für jeden leid, der sich auf die Messe gefreut, Urlaub geopfert oder zusätzliche Ausgaben für Goodies und ähnliches hatte.
Was ich jedoch nicht verstehe sind die Beschwerden, dass man sein Hotelzimmer nicht stornieren kann.
Nahezu jedes Hotel bietet eine Option an, die für nur ein paar Euro mehr eine Stornierung bis meist sogar einen Tag vor Anreise anbietet.
Nutzt man die nicht, hat man erstmal Geld gespart, klar, kommt dann aber was Unvorhergesehenes, so wie eben jetzt, dann ist das Geschrei groß.
Natürlich werden die Hotels kostenlose Stornierungen  nicht von sich aus anbieten, die haben ja selbst alle immense Verluste…

Aber zurück zu den Veranstaltungen rund um die Buchmesse, das waren immerhin 3.700,  eine Menge Tickets, die zurückgegeben werden müssen.
Klar fließt sicherlich  hier und da eine Träne, ich ärgere mich auch, denn auf eine Lesung hatte ich mich besonders gefreut, hoffe aber, dass die Rückerstattung problemlos läuft, auch wenn das wohl noch etwas dauern wird, denn an dem Ausfall hängt einfach ein endloser Rattenschwanz, über viele Dinge denkt man gar nicht nach.

Trotz all dem Ärger und der Wut, Beschimpfungen oder Schuldzuweisungen bringen niemandem etwas, es wurde entschieden und nun ist es eben so.
Wir können darüber unterschiedlicher Meinung sein und auch diskutieren, aber eben friedlich, ohne einander anzugreifen.
Verschieben wir all die geplanten Treffen einfach auf nächstes Jahr, dann haben wir jetzt schon etwas, worauf wir uns freuen können.
Oder wir stecken unsere übriggebliebene Energie in eins der vielen Projekte, die sofort nach der Absage aus dem Boden geschossen sind, ich sage nur #Bücherhamstern
oder #OnlineLBM.
Dass die Leute da so zusammenhalten, lässt mich den Ärger fast schon wieder vergessen.

In diesem Sinne,
wir sehen uns dann halt nächstes Jahr, selbe Zeit (na ja, fast) und selber Ort.^^

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„Truck Stop“ – J. A. Konrath

Klappentext
Drei Menschenjäger treffen zu einem ultimativen Showdown am RASTPLATZ DES GRAUENS aufeinander.
Mord ist Taylors Hobby, und er hat schon unzählige begangen. Eines Nachts hält er an einer Fernfahrerraststätte in Wisconsin und sucht nach seinem nächsten Opfer.
Jacqueline „Jack“ Daniels, Mordermittlerin bei der Polizei von Chicago, ist weit weg von zu Hause, auf dem Weg in den gemeinsamen Urlaub mit ihrem Freund. Sie hält ebenfalls an dieser Raststätte, um nur mal schnell einen Kaffee zu trinken. Stattdessen stürzt sie Hals über Kopf in ihren schlimmsten Albtraum.
Jack hatte schon öfter mit Psychopathen zu tun, aber diesmal muss sie alle Register ziehen, um Taylor zu stoppen. Vor allem deshalb, weil dieser unerwartet von einem anderen tödlichen Killer Unterstützung bekommt: einem korpulenten Serienmörder namens Donaldson …
TRUCK STOP – RASTPLATZ DES GRAUENS ist ein Kurzthriller, in dem die Fäden aus Konraths und Kilborns anderen Werken zusammenlaufen … mit beinahe tödlichem Ausgang.
TRUCK STOP – RASTPLATZ DES GRAUENS ist die Vorgeschichte zu SERIAL, welches über 500.000 Mal als E-Buch heruntergeladen wurde. Eine Höllenfahrt auf einem Sattelschlepper, und nichts für Leute mit schwachen Nerven. Leser, aufgepasst!

Taylor hat einen Zehenfetisch und holt sich seine Frauen gerne auf Rastplätzen, Nutten werden halt nicht so schnell vermisst.
In seinem LKW erwartet die Auserwählten dann das pure Grauen.
Eigentlich ist er an diesem Abend schon durch, er hat bereits ein neues Opfer in seinem Lastwagen und will im Restaurant nur fix noch etwas essen, als er von einem ziemlich aufdringlichen Mann auf Blutflecken an seinem Hemd aufmerksam gemacht wird.
Dieser ist kein Geringerer als Donaldson und schon bald fachsimpeln die beiden Serienkiller über ihr Handwerk und das man doch etwas zusammen machen könnte, als Jack Daniels auftaucht, die auf der Fahrt zu ihrem Liebsten etwas vom Weg abgekommen ist.
Sofort haben die beiden Killer ihr perfektes Opfer gefunden und Dank Teamarbeit wird die toughe Polizistin fix überrumpelt.
Doch so einfach gibt sich eine Jack Daniels natürlich nicht geschlagen…

Wenn Jack Daniels zufällig auf gleich zwei Serienmörder trifft, dann geht es hoch her, das mag man schon erahnen, denn natürlich lässt sich die Gute auch gefesselt im LKW nichts gefallen und nutz alle ihr sich bietende Möglichkeiten, die Pläne der beiden Männer zu durchkreuzen, denn die meinen es nicht gut mit ihr.
Während es Taylor vor allem auf ihre Zehen abgesehen hat, hat Donaldson andere Pläne.
Nun ja, ich muss zugeben, ein bisschen mehr Sarkasmus und schwarzer Humor hätte es ruhig sein dürfen, den ist man von Jack ja schließlich gewöhnt, andererseits ist dafür verschnürt in einem großen Gefährt wohl erstmal nicht mehr so viel übrig.

Als Erstes folgendes: „Truck Stop“ ist eine Kurzgeschichte, die im eBook sowohl in  deutscher, als auch in englischer Sprache vorliegt, wer also sein gutes altes Schulenglisch etwas aufpolieren möchte, ist hiermit bestens bedient.
Doch auch alle Jack Daniels Fans können bedenkenlos zugreifen, solange sie daran denken, dass „Truck Stop“ nicht die Tiefe der „richtigen“ Bücher aufweist, die üblichen Kampfgenossen fehlen natürlich auch, trotzdem ist die Polizistin nicht wehrlos.
Nebenbei bemerkt, gefällt mir außerdem das Cover besser als das der anderen Bücher.
4 von 5 Blutlachen auch diesmal wieder für Jack.

• Titel:                                      „Truck Stop – Rastplatz des Grauens“

• Autor:                                     J. A. Konrath

• Verlag:                                   /

• Format:                                  eBook

• Seitenzahl:                            111 Seiten

• ISBN:                                     ASIN: B005MN2E86

• Genre:                                     Thriller

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„Leid und Schmerz“ – Michael Merhi

• Titel:                                      „Leid und Schmerz“

• Autor:                                    Michael Merhi

• Verlag:                                   /

• Format:                                   Taschenbuch

• Seitenzahl:                           458 Seiten

• ISBN:                                      978-3959575102

• Genre:                                    Thriller

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Monatsrückblick Februar

Und auch der zweite Monat im inzwischen nicht mehr ganz so neuem Jahr neigt sich dem Ende entgegen, es wird also wieder Zeit für den Monatsrückblick.
Wie unschwer zu erkennen ist, habe ich mich im Februar eher kürzeren Werken gewidmet und trotzdem sind es nicht so viele geworden, aber Lesen ist ja auch kein Wettstreit.
Wie schon im Januar, habe ich mich auch diesmal wieder mit J. A. Konrath und seinen Büchern befasst, nicht nur mit der Jack Daniels Reihe, ich mag seinen Humor einfach, er ist so schön garstig.
Bevor jetzt irgendwer schreit: „Passt“, nein, ich bin das nicht, überhaupt nicht, welch Unterstellung …
Mit in den März nehme ich diesmal“Lost Souls“ von Thomas Finn, das habe ich bis zur Hälfte durch und bin gespannt, was mich da noch erwartet.

Hier nun, wie immer an dieser Stelle, die gelesenen Bücher vom Februar:

♦ „Mountain Home“ – Bracken MacLeod
♦ „Die letzte Runde“ – J. A. Konrath
♦ „Monster“ – Matt Shaw
♦ „In Gestalt eines Anderen“ – Allen Eskens
♦ „Thanatos“ – A. M. Arimont
♦ „Insanus“ – A. M. Arimont
♦ „Improbus“ – A. M. Arimont
♦ „Kite“ – J. A. Konrath
♦ „Das Angstexperiment“ – J. A. Konrath
♦ „Porno“ – Matt Shaw (Re-Read)
♦ „Psychotic“ – Jack Ketchum
♦ „Giftiges Erbe“ – Simone Trojahn
♦ „Truck Stop“ – J. A. Konrath

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„Midsommar“, 28.02.2020

Trügerische Idylle …

Bekannterweise bin ich jetzt nicht der überzeugte Kinogänger und ja, ich gebe es gerne zu, mich regt es jedes Mal aufs Neue auf, das sich Leute in zwei Stunden so ziemlich alles in den Mund schieben, solange es nur genug raschelt, knistert oder was auch immer.
Bei manchen Filmen komme aber selbst ich nicht um einen Kinobesuch herum, wie zum Beispiel bei „Es“ oder „Joker“.
„Midsommar“ ist ein Film, der zwar von Anfang an mein Interesse weckte, aber nicht genug, um mir den penetranten Popcorngeruch im Kino anzutun.
Ich habe es also vermieden, außer den Trailer etwas über das Werk in Erfahrung zu bringen, aber selbst der kurze Clip verrät eigentlich schon viel zu viel …
Wer den Film (noch) nicht gesehen hat, sollte diese Zeilen vielleicht besser nicht lesen, denn so ein kleines bisschen gespoilert habe ich schon, aber zumindest habe ich mich bemüht, es in Grenzen zu halten.

Wie im Trailer schon zu erahnen, begleiten wir Dani (gespielt von Florence Pugh) auf ihrer Reise nach Schweden.
Erwünscht ist sie bei diesem Trip jedoch nicht wirklich, war er doch nur für ihren Freund Christian und seine Kommilitonen Josh, Mark und Pelle geplant.
Pelle stammt aus einer kleinen Gemeinde in Schweden, in der das
Midsommar Fest das Highlight des Jahres ist, neun Tage lang wird gefeiert, bis zur Krönung der Maikönigin.
Natürlich sind die Jungs alles andere als begeistert, als sie erfahren, dass Dani ihnen Gesellschaft leisten wird, doch die hat sehr viel durchgemacht und Christian sieht sich in der Pflicht, sie einzuladen.
Dabei scheint die Beziehung keinem der beiden wirklich gut zu tun, Christian denkt schon länger über Trennung nach, während Dani sich wie eine Zecke an ihm festsaugt.
Gut, sie hat gerade einen traumatischen Verlust hinter sich und eigentlich müsste sie einem leid tun, doch sie spielt immer wieder die Mitleidskarte aus und das macht sie, zumindest mir, alles andere als sympathisch.

Ein großer Pluspunkt des Films ist für mich die Landschaft.
Schon bei der Ankunft in der kleinen Gemeinde in Schweden dominieren grüne Wiesen und unberührte Natur, Holzhütten, ein Hauch von ländlicher Idylle.
Die Kleider sind unschuldig weiß, die Frauen tragen Blumenkränze…
Natürlich weiß man von Anfang an, dass hier etwas faul ist.
Oder ist das nur für uns, die wir mit alten Riten und Traditionen gebrochen haben so?
Ich werde hier nicht weiter auf die Handlung eingehen, nur soviel: Zwei Menschen aus der Gemeinde nehmen sich das Leben.
Für uns scheint der Tod der beiden Alten barbarisch, aber dürfen wir uns überhaupt ein Urteil darüber erlauben?
Über Menschen, die im Einklang mit der Natur leben, während wir in unseren Betonbauten hocken und einander völlig gleichgültig sind?
Jede Medaille hat bekanntlich zwei Seiten.

Ja, ich fand die Herangehensweise an diesen Film sehr faszinierend, doch leider ahnt man sehr schnell, worauf das Ganze hinausläuft, hat die arme Dani doch außer ihrem Freund (und dessen Clique) niemanden mehr.
Immer wieder gibt es mehr oder weniger versteckte Hinweise auf Familie und Zusammenhalt, auf füreinander da sein und so war der zweite Teil des Films für mich leider weniger überraschend.
Mit ihren „Freunden“ verliert Dani nach und nach immer mehr die Verbindung zu ihrem alten Leben, bis sie sich entscheiden muss…
Genau diese Vorhersehbarkeit macht es mir etwas schwer, den Film zu bewerten, denn sowohl Story, als auch Setting und Schauspieler wissen durchaus zu überzeugen, liest man allerdings ein bisschen zwischen den Zeilen, ist da nichts mehr mit großer Überraschung und das finde ich doch etwas schade, trotzdem hat „Midsommar“ durchaus seine Momente
Wer Gemetzel und Action erwartet, wird jedoch eher enttäuscht sein, denn es dauert verhältnismäßig lange, bis es zum großen Knall kommt und einigen wird auf dem Weg dahin sicherlich die Lust vergehen, denn erstmal steht der Alltag der Kommune im Mittelpunkt.
Aber wiegt euch nicht zu sehr in Sicherheit, das dicke Ende kommt.
Alles in allem für mich nicht der Reißer, aber doch ein guter Film, der nachhallt, 4 von 5 Blutlachen.

Credits:
www.eclairplay.com
Plakat © 2019 Kinowelt

Pic © Courtesy of A24

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„Giftiges Erbe“ – Simone Trojahn

Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm …

Finn ist gerade 18, arbeitet an seinem Abitur und er ist anders, verdammt anders, das bekommt man schon auf den ersten Seiten zu spüren, als er eine alte Dame verfolgt.
Es kommt, wie es kommen muss, in ihrer Wohnung wird sie sein erstes Opfer und dieser Rausch nach dem Mord macht süchtig nach mehr.
Der Junge hat zu Hause keine Probleme, bis sein Stiefvater einen Herzinfarkt erleidet und damit gerät alles außer Kontrolle, denn der Mann, zu dem er einst aufgesehen hat, wird zum Zerrbild seiner selbst, lässt sich gehen und versinkt in Selbstmitleid, er schafft es einfach nicht, wieder auf die Füße zu kommen.
So sitzt er Tag für Tag zu Hause und bemerkt, dass sein Stiefsohn sich verändert, aber niemand nimmt ihn ernst…

Bestimmen unsere Gene, was aus uns wird, entscheiden sie tatsächlich, ob wir uns für die gute oder böse Seite entscheiden?
Diesem Thema widmet sich Simone Trojahn in „Giftiges Erbe“.
Verglichen mit den anderen Büchern, geht es für ihre Verhältnisse recht unblutig zu, trotzdem gibt es auch hier wieder einige Szenen, die nichts für zarte Gemüter sind.
Außerdem ist der Hauptcharakter auch diesmal wieder ein eher unsympathischer Zeitgenosse, dem es eigentlich an nichts fehlt und der dennoch einen Weg einschlägt, den so wohl kein „normaler“ Mensch wählen würde.
Aber ist er tatsächlich selbst dafür verantwortlich oder liegt es ihm einfach im Blut?

In Finns Geschichte wird diesmal sehr viel Wert auf seine psychologische Entwicklung gelegt, auch wenn es natürlich trotzdem sehr gewalttätig zur Sache geht.
Im Gegensatz zu ihrem letzten Werk „Schaffenskrise“ schlägt Simone hier jedoch eher ruhigere Töne an, zumindest für ihre Verhältnisse und ich muss sagen, auch das ist ihr sehr gut gelungen.
Aber auch das Thema an sich finde ich sehr faszinierend, auch wenn das Buch auf die große Frage natürlich keine wirkliche Antwort liefert.
Untertitel und Cover machen von Anfang an klar, in welche Richtung die Reise geht, die rote Farbe warnt davor, dass es wohl kein schöner Trip werden wird, dafür wird es aber wie immer spannend und böse.
Für Leser, die die Autorin noch nicht kennen, genau das passende Buch zum Einstieg, aber Achtung, es geht noch weitaus schlimmer…
4 von 5 Blutlachen …

• Titel:                                      „Giftiges Erbe – Das Blut unserer Väter“

• Autor:                                     Simone Trojahn

• Verlag:                                   Redrum

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            282 Seiten

• ISBN:                                     978-3959575089

• Genre:                                     Thriller

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„Psychotic“ – Jack Ketchum

Nicht nur Männer sind Schweine …


Dora ist gerade frisch von ihrem Freund verlassen worden, als sie auf eine alte Klassenkameradin trifft, die ihr von einer Agentur erzählt, über die sie einen alten Verehrer wiedergefunden hat.
Sofort muss sie an Jim denken, den einzigen Mann in ihrem Leben, der sie gut behandelt hat, auch wenn diese Beziehung inzwischen viele Jahre zurückliegt.
Nach einigem Zögern lässt sie schließlich doch nach ihm suchen und kommt so recht bald an seine Adresse.
Jim, inzwischen verheiratet und Vater zweier Kinder ist vom zufälligen Treffen etwas überrumpelt, lädt die alte Flamme jedoch zu sich nach Hause ein und so nimmt das Unheil seinen Lauf, denn Dora drängt sich immer mehr in sein Leben und seine Frau ist dabei kein Hindernis…

Der Klappentext leitet einen ein wenig in die Irre, denn von unsagbarem Leid habe ich nichts gelesen.
Gut, Dora wird zu Beginn recht unschön abserviert, aber das kennt wohl jeder, der eine mehr, der andere weniger.
Mitleid habe ich mit ihr nicht wirklich, ist sie doch ein ziemlich heimtückisches und manipulatives Miststück, ganz im Gegenteil zu Jims Frau Karen, die total naiv ist und sie mit offenen Armen aufnimmt.
Warum man allerdings der Ex des Partners fast so etwas wie einen Platz in der Familie einräumt, kann ich absolut nicht nachvollziehen, schön, dass es zumindest auch der Teenie-Tochter merkwürdig vorkommt.
Karen hat all das, was Dora fehlt, Rückhalt, einen Mann, der sie liebt, eine Familie, dabei gehörte Jim doch einmal ihr.
Dass das zu Highschoolzeiten war und damit eine halbe Ewigkeit her ist, kann man schnell verdrängen, der Schmerz, damals angelogen wurden zu sein, bleibt jedoch und zusammen mit der bohrenden Eifersucht frisst er Dora regelrecht auf.
Ohne seine Frau würde Jim wieder ihr gehören, da ist sie sich sicher.
Während also Karen die Naive und Dora die Furie ist, die nur darauf wartet, endgültig auszuticken, kann ich Jim irgendwie nicht so richtig einschätzen.
Für sie ist er der ideale Mann, dabei hat auch er sie belogen, um sich anderweitig etwas Spaß zu gönnen, warum sie ihn so idealisiert, entzieht sich mir, aber gut, so ganz normal ist Dora ja auch nicht, dass es in ihr brodelt, zeigt schon die Auseinandersetzung mit dem Handtaschendieb …

Hach ja, Jack Ketchum hat mit „Psychotic“ (der Originaltitel lautet übrigens „Old Flames“) einen netten kleinen fiesen Psychothriller mit einer vollkommen durchgeknallten Protagonistin erschaffen, die für ihr „Glück“ buchstäblich über Leichen geht.
Scheint sie an
fangs noch für ganz normal, ändert man recht schnell seine Meinung und hofft, so jemandem niemals zu begegnen, schon gar nicht als rachsüchtige Verflossene des eigenen Ehemannes.
Aber nicht nur die Story weiß zu
erschrecken und zu überzeugen, auch das Cover ist ein wahrer Eyecatcher, ich finde es einfach toll.
Nach „Ich bin nicht Sam“ hat auch „Psychotic“ 4 von 5 Blutlachen verdient.

• Titel:                                      „Psychotic“

• Autor:                                     Jack Ketchum

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                  Hardcover

• Seitenzahl:                            190 Seiten

• ISBN:                                     /, Festa Special

• Genre:                                     Thriller

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„Porno“ – Matt Shaw

Gefangen im Albtraum …

Es gibt Tage, da hat man auf nichts Bock, so wie heute, dann hilft es, sich mit einem Buch, oder mit zwei, manchmal sogar mit drei, auf die Couch zurückzuziehen und nichts weiter zu tun, als lesen, so wie ich heute.
„Das Angstexperiment“ hatte ich fast durch, da fehlten nur noch die letzten 100 Seiten und gestern hatte ich festgestellt, das von „Porno“ bei mir nicht mehr wirklich viel hängen geblieben ist.
Gut, es ist schon eine Weile her, dass ich es gelesen habe (2018), aber immerhin steht die Buchmesse und damit auch Matt Shaw, vor der Tür und man muss ja vorbereitet sein.
Lange Rede, kurzer Sinn, manchmal hilft eben nur noch ein Re-Read, zum Glück hat „Porno“ ja nicht so viele Seiten wie „Monster“.
Ich weiß noch, dass mich das Buch damals nicht ganz so begeistert hat, ich das Cover aber total cool fand, was heute übrigens immer noch so ist, zur Geschichte selbst hat sich meine Einstellung allerdings etwas geändert.

Victoria ist 19 und will Schauspielerin werden, doch an eine Rolle zu kommen, ist gar nicht so einfach.
Eine Anzeige bringt sie auf die glorreiche Idee, es doch erstmal als Pornodarstellerin zu versuchen, schließlich müssen Rechnungen bezahlt werden.
Mit etwas gemischten Gefühlen stellt sie sich bei einem Agenten vor.
Die ersten Drehs sind gar nicht so schlimm und sie bekommt einen Rat mit auf den Weg:

„… Aber denk daran: Wenn die Kameras laufen, bist du nicht mehr du. Du bist eine lebende, atmende Fantasie und spielst, was immer wir dir an Rollen geben. Wenn du das begreifst … Wenn du das wirklich verinnerlichst, dann steht dir die Branche offen. Das glaube ich ganz fest …“ (Seite 35)

Doch natürlich kommt es, wie es kommen muss, aus dem Traum von der großen Karriere wird recht schnell ein Albtraum, als Vicky für einen besonders gut bezahlten Job gebucht wird.
Kommt ihr anfangs nur die Location ein bisschen schmuddelig vor, muss sie schon bald um ihr Leben kämpfen…

Vicky hat jenen verhängnisvollen Abend überlebt, nur knapp, aber jetzt will sie nur noch eins: Rache, die Männer, die ihr das angetan haben, sollen dafür bluten und sterben.
Harry ist der Regisseur, der zu jenem Dreh das Sagen hatte, Vicky hat ihn ausfindig gemacht und an einem Pfeiler gefesselt.
Von der etwas naiven jungen Frau ist nicht mehr viel übriggeblieben, zu tief sind die Narben, sie hat nichts mehr zu verlieren.
Und so erlebt der Leser Schritt für Schritt Victorias Abstieg in die Hölle mit.
Matt Shaw erzählt seine Geschichte in kurzen Sätzen und wechselt ständig zwischen Vergangenheit und Gegenwart.
Das hat er schlau gelöst, denn er lässt seine Protagonistin ihre Geschichte erzählen und zwar niemand geringerem, als ihrem Peiniger.
Sie beginnt bei ihren ersten Schritten im Pornobusiness und endet eben nicht in jener verhängnisvollen Nacht, wie geplant.
Ein Albtraum für Harry, doch auch bei Vicky läuft nicht alles, wie geplant und dennoch hat sie einen Trumpf im Ärmel …

Auch Porno ist, ähnlich wie „Monster“ fast ein Kammerspiel, denn eigentlich geht es nur um Victoria und Harry, der nun selbst in jener Fabrikhalle, in der Vicky sterben sollte, festgehalten wird.
Natürlich gibt es andere Charaktere, aber die tauchen nur in den Rückblicken auf und spielen im Hier und Jetzt keine Rolle, zumindest nicht persönlich.
Und so wird Porno zum Schlagabtausch zwischen Pornosternchen und Regisseur, denn auch Harry hat ein paar Überraschungen auf Lager, die Vicky gar nicht gefallen.
Dabei wünscht man ihr eigentlich nur, dass sie ihre Rache durchzieht, um zumindest ein bisschen Frieden zu finden, sofern das überhaupt noch möglich ist, denn eigentlich ist ihr Leben ja bereits vorbei.
Allerdings scheint ihr das weitaus weniger Sorgen zu machen als die Frage, was ihre Eltern wohl von ihr denken, wenn herauskommt, wie sie ihr Geld verdient hat.
Allein das, gepaart mit ihrem starken Willen, sich nicht unterkriegen zu lassen, macht sie zu einer Figur, mit der man mitleidet, der man einfach nur wünscht, dass ihr Plan aufgeht, auch wenn der, zugegebenermaßen, nicht sehr nett ist.
Die Zeiten von nett sind jedoch endgültig vorbei.



Harry ist das Gegenteil von Vicky, berechnend, nur auf Profit aus, selbst als er sich in ihrer Hand befindet, verhöhnt er sie immer noch, wirft mit Anspielungen und Beleidigungen um sich, der perfekte Vorzeigebösewicht, der nichts falsches an seinen Taten erkennen kann, die Sympathiepunkte sind hier als ganz klar verteilt.
Und trotzdem schafft Matt Shaw es, das Ganze nicht in eine schnöde Rachestory abdriften zu lassen, die Geschichte verfügt durchaus über einen gewissen Tiefgang, ich habe mit Vicky gelitten und ihr die Revanche aus tiefstem Herzen gegönnt, das ist mir 4 von 5 Analplugs wert.^^

• Titel:                                      „Porno“

• Autor:                                     Matt Shaw

• Verlag:                                   Festa

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            153 Seiten

• ISBN:                                      /, Festa Extrem

• Genre:                                     Thriller

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„Das Angstexperiment“ – J. A. Konrath

Wo bitte war die Angst ?

Wenn dir jemand eine Million Dollar für nur eine Nacht in einem gruseligen Haus bietet, muss daran einfach etwas faul sein.
Clevererweise erkennen das Einige auch und leisten der Einladung keine Folge, aber die meisten schlucken den Köder und beißen an, wenn auch aus den unterschiedlichsten Gründen.
Im Butler-Haus angekommen, werden sie von dem Wissenschaftler Dr. Emil Forenzi „aufgeklärt“, dass er eine Angststudie durchführen möchte und sie alle ausgesucht hat, da sie sich ihrer Angst schon einmal gestellt und über sie triumphiert haben, sie sind sozusagen die perfekten Testpersonen.
Da wären Mal und Deb, ein Ehepaar mit Schlafstörungen und Panikattacken, Sara, die dem Alkohol mehr als nur ein bisschen zugetan ist und deswegen das Sorgerecht für ihr Kind verloren hat, Frank, ein Wissenschaftler, der ein Experiment verkackt hat, Tom, Polizist, der eigentlich nur auf der Suche nach seinem Partner ist und Josh und Fran samt Sohnemann, die immerhin schlau genug sind, die Einladung dankend abzulehnen, aber dennoch nicht ganz ungeschoren davonkommen…

Diesmal ein Werk von Konrath ohne Jack Daniels, dafür ist jedoch einer ihrer Kollegen mit von der Partie, der wiederum einen vermissten Kollegen sucht…
Klingt verwirrend und nicht wirklich mitreißend und so ist das Buch leider auch.
In „Das Angstexperiment“ treffen sich Überlebende aus anderen Büchern von J. A. Konrath oder Jack Kilbourne, seinem Pseudonym, um sich erneut ihren Ängsten zu stellen.
Gut, „Die Insel des Dr. Plincer“ und „Das Hotel“ hab ich nicht gelesen, „Angst“ hingegen schon und ich erinnere mich dunkel, dass es mich nicht wirklich überzeugt hat.
Die Figuren bleiben flach und auch der Sinn des Experimentes erschließt sich mir nicht wirklich.
Hinzu kommen so vollkommen sinnfreie Dinge, wie zum Beispiel einen Minderjährigen mit an den Ort des Geschehens zu nehmen, und das, obwohl man als Eltern weiß, dass einen dort nichts Gutes erwartet…
Vielleicht gehe ich aber auch wieder mal nur mit zu viel Logik an die ganze Sache heran, durchaus möglich.
Dabei startet die Geschichte eigentlich ganz gut.
Im Prolog begleiten wir Roy, jenen Mann, den Tom später sucht und die ersten Seiten sind wirklich vielversprechend.
Dann sind diese merkwürdigen Leute, die den einzelnen Auserwählten sehr viel Geld für eine Nacht in einem Gruselhaus bieten und alle, die das Angebot bekommen, haben eins gemeinsam, sie sind dem Tod schon einmal von der Schippe gehüpft, haben etwas Grauenvolles überstanden.
Näher wird darauf nicht wirklich eingegangen, aber dazu kann man bei Interesse ja die jeweiligen Bücher lesen.
Leider dümpelt danach alles so vor sich hin, Geister, die keine sind und viel zu durchschaubare Versuche, die Leute in Panik zu versetzen.
Warum?
Ich hab immer noch keine Ahnung …

Ein Affe, der auf einem Hund reitet, sorry, aber musste das sein?
Ja, ich mag die durchgeknallte Jack Daniels Reihe, aber das hier war mir irgendwie ein bisschen too much von allem, tote Killer, die als Geister durchs Haus spukten und Superhero-Haustiere, da bin ich dann doch eher raus.
Während der platte Humor bei Jack Daniels funktioniert, ist die Story hier unglaubwürdig und auch nicht wirklich witzig, auch wenn sich Konrath hin und wieder mal darum bemüht.
Zumindest das Cover passt, geht es doch um ein gruseliges Haus, in dem die Gäste sich ihren Ängsten stellen sollen.
Ansonsten ist es diesmal leider nur Durchschnittskost, schade, 3 von 5 Blutlachen.

• Titel:                                      „Das Angstexperiment“

• Autor:                                     J. A. Konrath

• Verlag:                                   Edition M

• Format:                                  Taschenbuch

• Seitenzahl:                            320 Seiten

• ISBN:                                     978-1477809211

• Genre:                                     Thriller

• Bewertung:

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