Leseziele oder: Was interessieren mich Zahlen…

Das neue Jahr bringt ja immer so einiges an guten Vorsätzen mit sich und wie oft hört man die Frage: Was hast du dir denn buchmäßig so vorgenommen?
Letztes Jahr habe ich 92 Bücher gelesen, nicht mehr über 100, aber immerhin.
Und Ziele setzen, also ne gewisse Anzahl, werde ich mir auch nicht.
Eins jedoch weiß ich ganz genau, ich will 2019 nutzen, um endlich mal einige angefangen Reihen zu beenden und derer gibt es viele.
In den letzten Tagen habe ich einige meiner alten Rezis rausgesucht und hierher übertragen, dabei bin ich unter anderem wieder auf die Monstrumologen-Reihe gestoßen, ach, was vermisse ich Will-Henry und den griesgrämigen alten Kauz Warthrop.
Der letzte Teil war damals noch nicht erschienen, dann irgendwie nicht mehr zu haben und jetzt habe ich ihn vor kurzem beim Bücherzirkus günstig geschossen und nun liegt er auf dem SUB, dabei kann ich es kaum erwarten, endlich wieder in die Welt der Monster und Kuriositäten abzutauchen, auch wenn ich gehört habe, das der letzte Band wohl nicht so toll sein soll.
Selbiges gilt für die Passage-Trilogie, „Die Spiegelstadt“ subt hier auch schon etwas länger.
Das Ganze lässt sich endlos fortsetzten, da wäre noch Wilson mit Handyman Jack oder Robothams restliche Joe O’Loughlin Bücher.
Rizzoli und Isles von Tess Gerrittsen wäre noch zu nennen und auch ein paar Ausflüge zu den Amish mit Linda Castillo wären noch offen, ach ja und der 10. Hunter und Garcia erscheint im Sommer ja auch noch.
Und das war nur ein Teil…
Erstmal muss ich mich allerdings durch meine Rezensionsexemplare kämpfen, denn die gehen natürlich vor, aber dann.^^

2019 wird bei mir also wohl oder übel im Zeichen der Fortsetzungen stehen und wisst ihr was, ich freue mich darauf.

Gibt es eine Reihe, die ihr unbedingt beenden wollt oder deren Fortsetzung ihr nicht erwarten könnt?

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„Dunkle Ufer“ – Sage Dawkins

Eine Ausstellung über den Tod …

Im Uferschlamm der Themse wird eine Leiche gefunden, blutleer und kunstvoll drapiert, Stephen Lang und sein Team werden auf den Fall angesetzt.
Wie befürchtet gibt es schon bald mehr Tote und keinerlei Anhaltspunkte, aber die Vermutung, dass es neben dem wirklichen Killer noch einen Trittbrettfahrer gibt, denn die Leichen unterscheiden sich…
Julia Martin arbeitet im Museum und durch die Mordwelle wittert der Direktor dort seine große Chance, denn die letzten Ausstellungen liefen eher mau.
Er weiß, dass seine Mitarbeiterin sich für den Tod interessiert und beauftragt sie, in relativ kurzer Zeit eine Ausstellung zu diesem Thema zusammenzustellen, außer der Zeitvorgabe lässt er ihr bei allem freie Hand.
Julia stürzt sich wie besessen in ihre Arbeit, sucht sich ihre Wunschobjekte aus, setzt sich mit den Besitzern in Verbindung und entdeckt in der Zeitung auf ihrem Schreibtisch eher zufällig ein Bild von einem der Tatorte.
Ein leiser Verdacht beschleicht sie, den die Posen der Opfer erinnern sie doch sehr an Kunstwerke.
Diesen Verdacht hegt wohl auch Stephen Lang, denn er fragt beim Museum nach einem Experten und bekommt Julia zugeteilt, die mit ihrer Ausstellung eigentlich schon genug zu tun hat.
Hinzu kommt noch Gabriel, der geheimnisvolle Fremde, den sie auf einer Ausstellung kennengelernt hat, zu der sie von ihrer Freundin geschleift wurde und der ihr seitdem nicht aus dem Kopf geht, auch, weil er der Eigentümer einiger Bilder ist, die sie gerne für ihre Ausstellung hätte und nicht zu vergessen Freddie, der unscheinbare Wachmann, der es in letzter Zeit auf sie abgesehen zu haben scheint…

Sage Dawkins Thriller spielt in London, die Themse ist also ein guter Platz, um die Leichen abzulegen bzw.  auszustellen und der Täter scheint ein Kunstliebhaber zu sein, der Nachahmer allerdings eher aus der unteren Schicht zu stammen, darin sind sich Stephen und Julia einig.
Und darin, dass sie sich eigentlich gar nicht so unsympathisch finden, aber die junge Frau hat aufgrund ihrer Vergangenheit eine Mauer um sich gebaut.
Stephen, Julia und auch die anderen Charaktere wie die ausgeflippte Ella, oder Freddie, der gruselige Wachmann, sind gut ausgearbeitet und handeln nachvollziehbar, der Schreibstil weiß zu fesseln und auch das Cover hat mich überzeugt, nur Julias Sprunghaftigkeit bei den Männern fand ich etwas nervig und so vergebe ich für „Dunkle Ufer“ 4 von 5 Blutlachen.

• Autor:                                    Sage Dawkins

• Verlag:                                  beTHRILLED

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           447 Seiten

• ISBN:                                     eBook, ASIN: B07J9MP3WM

• Bewertung:

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Dekadente Freude…^^

Ja, man freut sich auch über die kleinen Dinge im Leben.
Wenn ein heiß erwartetes Buch ankommt, zum Beispiel.
Und erst recht, wenn man ein ganz kleines bisschen zur Entstehung beigetragen hat.
Auch, wenn es nur ein paar Fehlerkorrekturen im Text waren, ihr könnt darüber lachen, aber man hat irgendwie gleich ein ganz anderes Verhältnis zu dem Werk.

Ich freue mich jedenfalls wie Bolle, dass „Decadence World“ heute in meinem Regal einzieht.
Danke, Michael und Kerstin Barth, dass ich Ethans Buchbaby mit ins Leben helfen durfte, wenn auch nur minimal, aber ich war dabei, lach.

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„Die Känguru-Chroniken“ – Marc-Uwe Kling

„So ist das in der Welt. Der eine hat den Beutel, der andere hat das Geld.“

Stell dir vor, in deinem Haus ist eine Wohnung frei und ein zieht ein Känguru, so richtig mit Fell und Beutel und allem, was dazu gehört.
So ergeht es Marc-Uwe und bereits kurz darauf steht das Tier vor seiner Tür, um sich Eier zu borgen und Milch und eine Schüssel und einen Mixer…
Kurzum, da sich das Viech eh fast immer bei ihm aufhält, zieht es einfach bei ihm ein, hängt seine Hängematte im Wohnzimmer auf und fertig.
Das Zusammenleben mit so einem Wesen gestaltet sich jedoch nicht immer einfach, vor allem, wenn es früher beim Vietcong war, überzeugter Kommunist ist, den Kapitalismus zu Fall bringen will und nun an einem Manifest schreibt.
Außerdem frisst der tierische Mitbewohner für sein Leben gern Schnapspralinen, ist nicht gut auf die Polizei zu sprechen, hat nie Geld, dafür beim Einkaufen aber immer einen Beutel dabei…

In mal sehr kurzen, mal längeren Kapiteln erzählt Marc-Uwe Kling über das Zusammenleben mit seinem Mitbewohner, der alles andere als einfach ist und nebenbei noch eine ganze Menge krimineller Energie an den Tag legt.

Der Autor ist ein Bühnenmensch und das Fellviech für den Auftritt geschaffen, ein bisschen merkt man das dem Buch auch an und ich kann mir schon vorstellen, dass das Ganze live noch einen Tacken mehr reinhaut, trotzdem haben mich die teilweise sehr kurzen Anekdoten köstlich amüsiert und da es sich beim Känguru um eine Trilogie handelt, werde ich mir die anderen beiden Teile und den zusätzlichen vierten auch unbedingt zu Gemüte führen müssen, wer kann einem politisch engagiertem Känguru schon widerstehen?
Ich jedenfalls nicht und deshalb vergebe ich als Tierfreund fast volle Punktzahl, 4,5 von 5 Schnapspralinen.

• Autor:                                    Marc-Uwe Kling

• Verlag:                                  Ullstein

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           265 Seiten

• ISBN:                                     978-3-548-37257-0

• Bewertung:

 

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„Der Schlächter“ – Jacqueline Pawlowski

Der erste Mordfall führt die Ermittlerin Linda Geissler ins Haus einer angesehenen Anwaltsfamilie, wo deren Leichen ausgeblutet von der Decke baumeln und schnell ist ihr klar, dass der Killer gerade erst angefangen hat.
Persönlich wird das Ganze, als Ingo, der Mann ihrer Freundin Marie verschwindet, der eigentlich nur kurz einen Hausbesuch bei einem Kunden machen will.
Als er auch nach Stunden nicht zurückkehrt, ruft Marie sie voller Sorge an und besagter Kunde wird ermordet aufgefunden, von Ingo allerdings fehlt jede Spur, bis seine Ehefrau ein geheimnisvolles Päckchen erhält…
Nun scheint Marie selbst auf der Abschussliste zu stehen und Linda versucht alles, um ihre Freundin zu schützen, nicht ganz uneigennützig…

Nein, so ganz überzeugt hat mich Jacqueline Pawlowskis „Der Schlächter“ nicht.
Zu Beginn hatte ich arge Probleme mit dem Schreibstil oder besser mit der Ich-Form, an sich stört mich das ja nicht, aber ich kenne es auch nur, das eine Person aus dieser Sicht schreibt und hier tun es alle, das hat mich zu Beginn echt verrückt gemacht, weil ich ständig zurückblättern musste, um nachzusehen, wer da gerade an der Reihe war.
Im Laufe des Buches störte es mich dann immer weniger, trotzdem was das nicht mein Ding.
Der zweite Kritikpunkt ist das Motiv, welches mich doch sehr stark an einen Film erinnert hat, den ich jetzt hier allerdings nicht nennen kann, ohne zu spoilern.
Und last but not least, für Leser, die gerne Blut fließen sehen, ist davon genug vorhanden, allerdings hätte ich für meinen Teil gerne ein bisschen mehr Story gehabt.
Also ja, ich habe das Buch gerne gelesen und war natürlich neugierig auf Täter und Motiv, aber das gewisse Etwas hat mir einfach gefehlt, dafür finde ich das Cover allerdings genial.
So gibt es alles in allem für „Der Schlächter“ von mir 3 von 5 Blutlachen.

• Autor:                                    Jacqueline Pawlowski

• Verlag:                                  Redrum

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           249 Seiten

• ISBN:                                     978-3-95957-069-5

• Bewertung:

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„Komm, wir spielen bei den Adams“ – Mendal W. Johnson

Nachdem nun schon der dritte Band der Pulp Legends von Festa an die Türe klopft und ich zu meiner Schande noch nicht mal den ersten gelesen hatte, musste ich das natürlich gleich im neuen Jahr ändern und was soll ich sagen, der Einstieg in die neue Reihe ist sehr gelungen …

Barbara, 20, Studentin, kindlich-naiv, möchte einmal Lehrerin werden und da ist der Nebenjob als Kindermädchen natürlich perfekt.
Eine Woche soll sie während der Abwesenheit der Adams auf die beiden Kinder, die 10-jährige Cindy und ihren 3 Jahre älteren Bruder Bobby aufpassen, beide scheinen sie zu mögen und akzeptieren sie sofort.
Da ahnt Barbara allerdings noch nicht, dass ihr genau das zum Verhängnis werden wird.
Zum nachmittäglichen Baden am Fluss tauchen meist auch noch die Freunde der Geschwister auf, John (16) und Paul (13) mit seiner Schwester Dianne (17), die fünf bilden ein eingespieltes Team.
Als Barbara eines morgens erwacht, die Gliedmaßen an die Bettpfeiler gefesselt, ist sie natürlich nicht sonderlich begeistert, erst recht nicht, als sie hört, dass der ältere Spross der Adams Family sie mit Medikamenten seines Vaters, der Arzt ist, ruhiggestellt hat.
Doch zunächst hält das Kindermädchen das Ganze für ein Spiel, dass ihr zwar nicht gefällt, aber sie beschließt, mitzuspielen, denn irgendwann werden die Kids sicherlich die Lust daran verlieren.
Mit dem Einfallsreichtum und der Fantasie der kleinen Terrorbande hat sie allerdings nicht gerechnet, was mit kleinen Fesselspielchen und Demütigungen beginnt, erreicht den ersten Höhepunkt, als man ihr die Kleider vom Leib schneidet …

„Welches Spiel?“
Dianne berührte Barbaras Wange mit ihren Fingern. „Das, was alle spielen“, sagte sie. „Das >Wer-gewinnt?<-Spiel.“ Sie wirkte sehr zufrieden mit ihrer zirkulären und unwiderlegbaren Logik. „Menschen töten Menschen“, sagte sie. „Verlierer verlieren.“ (Seite 427)

Irgendwie habe ich momentan das Gefühl, ich werde von Kindern mit krimineller Energie verfolgt, angefangen mit „Wenn Kinder töten“ von Stephan Harbort, über „Das Flüstern des Teufels“ von A. M. Arimont, ist „Komm, wir spielen bei den Adams“ wohl ohne Frage der Gipfel der Berechnung und Brutalität.
Sicher hat sich als Kind wohl jeder von uns mehr als einmal über die unfaire Überlegenheit der Erwachsenen geärgert, darüber, dass sie über alles bestimmen und immer Recht haben wollen…
Aber mal ehrlich, wer kommt auf solche abscheulichen Gedanken?
Leute mit schwachen Nerven sollten definitiv einen Bogen um dieses Buch machen, denn es geht um Demütigung, Folter, darum, den Anderen hilflos ausgeliefert sein und es zeigt, welch kranke Fantasien schon in „unschuldigen“ Kindern stecken, die hier übrigens immer wieder als besonders liebreizend und gutaussehend beschrieben werden, tja, so kann man sich täuschen.
Für die Teufelsbrut, ihre Freunde und das Wissen, was sich hinter dem doch recht harmlos klingendem Titel „Komm, wir spielen bei den Adams“ verbirgt, gibt es von mir erschreckende 4,5 von 5 Blutlachen, zu bemängeln habe ich eigentlich nur das Cover, das so gar nicht meins ist …

• Autor:                                    Mendal W. Johnson

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Hardcover

• Seitenzahl:                           457 Seiten

• ISBN:                                      / (Pulp Legends)

• Bewertung:

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„The Extinction Cycle – Buch 7: Am Ende bleibt nur Finsternis“

Da ist er nun also, der langerwartete und dennoch gefürchtete letzte Band, den ich mir absichtlich aufgehoben habe, um ihn feierlich zu meinem letzten Buch im alten Jahr erklären zu können.
Aber wird der Abschluss auch dem Rest der Reihe gerecht?

Nachdem Beckham von Woods im überrannten Chicago ausgesetzt wurde, kämpft er dort mit Flathman, der ihn aufgelesen hat, ums Überleben, allerdings ist sein Zustand nicht der Beste, die Prothesen sind hinüber und die Eindringlinge werden immer mehr.
Bei der Ankunft in Flathmans Stützpunkt müssen beide erkennen, dass es neue Infizierte gibt, eine ausweglose Situation…
Davis hingegen versucht immer noch ihr Schiff zurückzuerobern, um Woods Bomben mit dem Virus zu vernichten, muss allerdings einige herbe Rückschläge einstecken, während Fitz mit dem neuen Team Ghost und natürlich Apollo den furchterregenden Mutationen in Europa gegenübersteht.
Dort trägt auch Piero samt seiner Maus seinen Teil zum Kampf gegen die Bestien bei.
Kate und Präsidentin Ringgold hingegen ist die Flucht gelungen, doch wie viele Verbündete haben sie noch und wer steht inzwischen schon auf Woods Seite?
Macht es nach all den Toten und immer neuen Monstern überhaupt noch Sinn, nach einem Gegenmittel zu forschen? …

Im letzten Band geht fehlte mir etwas die Überraschung (und Achtung, es könnte ein bisschen SPOILERN…)
Nein, ich werde natürlich nicht erzählen, wie es ausgeht und auch „Am Ende bleibt nur Finsternis“ ist wirklich immer noch gut, aber irgendwie war es mir ein bisschen zu sehr Weichspülgang, vor allem am Schluss.
Klar hat Nicholas Sansbury Smith damit sicherlich einigen Lesern einen Gefallen getan, ich bin damit allerdings nicht so ganz zufrieden, die Vorgänger waren ein bisschen mitreißender, irgendwie war Beckham mir fast ein bisschen zu weinerlich.
Sicherlich hat er viel mitgemacht und auch seine Wunden davongetragen, trotzdem…
Aber das ist natürlich Jammern auf sehr hohem Niveau, lach.
Und so bekommt der Abschlussband von mir diesmal nur 4,5 von 5 Blutlachen, was für ein Skandal…^^
Ich bin gespannt auf die neue Reihe von Nicholas Sansbury Smith, und hoffe, dass mich da genauso sympathische Charaktere und eine fesselnde Story erwarten.

• Autor:                                    Nicholas Sansbury Smith

• Verlag:                                  Festa

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           571 Seiten

• ISBN:                                      978-3-86552-633-5

• Bewertung:

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„Kutnà Hora – Kreaturen des Zorns“ – André Wegmann

Ein Jahrmarkt, wer denkt da nicht an Popcornduft, Spiegelkabinette, Clowns und Wahrsagerinnen?
Und vor allem an Spaß, viel Spaß.
Manchmal erwartet einen dort allerdings etwas ganz Anderes…

Randy und Torrie verbringen zusammen Hund Timmy ihren Urlaub in Prag.
Nach dem Trubel der Großstadt ist Entspannen angesagt, ein kuscheliges Picknick soll es werden und ein ganzes Stück außerhalb der Stadt wird man auch fündig, eine Wiese lädt zum Verweilen ein.
Die Sonne lacht, der Hund tobt durch die Gegend, erotische Gefühle erwachen.
Irgendwann beginnt Timmy sich jedoch merkwürdig zu verhalten und verschwindet im nahegelegenen Wald.
Auf der Suche nach dem vierbeinigen Freund entdeckt das Pärchen schließlich auf einer Lichtung einen Jahrmarkt, alt und zerfallen, seit Jahren scheint niemand mehr hier gewesen zu sein, doch vom Gelände erklingt ein Bellen und so werden die alten Buden und Zelte kurzerhand inspiziert, ein Fehler, wie sich schon bald herausstellt.
Denn in einem alten Horrorkabinett setzt man nicht nur auf Schockeffekte und gruselige Wachsfiguren, auch Torrie ist plötzlich wie vom Erdboden verschwunden und Randy muss erkennen, das sie hier nicht allein sind…

Kutnà Hora ist eine tschechische Stadt in der Nähe von Prag in der nicht nur Silber abgebaut wurde, sondern  sich auch das Sedletz-Ossarium (oh man, ich glaube, ich habe ein neues Reiseziel) befindet, eine Kapelle, verziert mit Menschenknochen, ein bisschen Wahrheit ist also in André Wegmanns Geschichte durchaus enthalten.
Das Clowns nicht immer lustig sein müssen und auch Wahrsagerinnen manchmal nur bedingt helfen wollen, dürfte sich inzwischen ja auch herumgesprochen haben, auf den Krokodilmenschen würde ich trotzdem ganz gerne mal einen Blick werfen.
Der Rest des Vergnügungsparks ist allerdings wohl weniger empfehlenswert, wenn man an seinem Leben hängt.
Dass der Autor ein bisschen Geschichte in sein Werk hat einfließen lassen, hat mir sehr gefallen und , ich möchte das diesmal positiv anmerken, es wird zwar auch diesmal wieder gepoppt, aber es hat mich nicht so genervt wie in „Blutwahn“, weil es besser dosiert ist.^^
Alles in allem gibt es für den gruseligen Jahrmarkt, die Freaks und eine Prise Sex 4 von 5 Blutlachen und ja, ich glaube, ich muss mir besagte Kapelle mal anschauen^^

• Autor:                                    André Wegmann

• Verlag:                                  Redrum (Cuts)

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           129 Seiten

• ISBN:                                      978-3959575997

• Bewertung:

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„Geständnis: Warum ich töte“ – Moe Teratos

Als Greogor Schulte zum ersten Mal mordet, ist er gerade mal elf.
Seine Eltern kümmern sich nicht um ihn und seinen jüngeren Bruder Olaf, ständig sind sie geschäftlich unterwegs und so werden die beiden von ihren Großeltern erzogen, bis die von einer Fahrt zum Bäcker nicht mehr zurückkehren, Autounfall, beide tot.
Von da an beginnt Gregor auch sein leben zu entgleiten.
Er beendet die Schule mit Mühe und Not und macht eine Ausbildung zum Tierpfleger, als ihn seine Mordlust zum zweiten Mal einholt.
Doch diesmal ist es kein Mitschüler, sondern die hübsche Metzgerstochter, die vor ihrer Ermordung noch vergewaltigt wird.
Die Vergewaltigung fühlte sich zwar gut an, aber noch lieber würde Gregor seine Opfer foltern, bald ergibt sich auch dazu die Gelegenheit…

In Moe Teratos „Geständnis: Warum ich töte“ erzählt Gregor Schulte emotionslos aus seinem Leben, darüber, was in seiner Kindheit schiefging und wie er wieder und wieder seine Mordgelüste auslebt.
Dafür gibts von mir 4 von 5 Blutlachen…

(Rezension 06/2016)

• Autor:                                    Moe Teratos

• Verlag:                                  CreateSpace Independent Publishing

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           134 Seiten

• ISBN:                                      978-1534672253

 Genre:                                   Thriller

• Bewertung:

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„Geständnis: Ich töte weiter“ – Moe Teratos

Nach 24 Jahren in der Psychiatrie Sonnenschön ist Gregor Schultes große Chance gekommen, es brennt.
Geistesgegenwärtig schlägt er einen Mitinsassen bewusstlos, packt ihn in sein Bett und macht sich aus dem Staub, zunächst gilt er tatsächlich als tot.
Ohne Geld und Kleidung stehen seine Chancen allerdings relativ schlecht und so schnappt er sich draußen eine Frau, die gerade ins Auto steigen will und zwingt sie zurück ins Haus, wo sich auch ihr Mann aufhält.
Philipp und Vera sind ein Ehepaar Anfang Dreißig, der Gatte haucht schon bald sein Leben aus, aber Vera braucht Gregor, zumindest kurzzeitig, sie soll ihnen in die Geheimnisse der modernen Technik einweihen, immerhin gibt es nach über zwanzig Jahren so viel Neues, Handys, Tablets, Flachbildfernseher…
Zwei Dinge treiben Gregor an, die Suche nach Olaf, seinem Bruder und die Rache an Dr. Overath, jener Psychiaterin, die sich mit seinem Fall befasste.
Nachdem Gregor mithilfe von Facebook und Veras Profil Kontakt aufgenommen hat, ist auch sie für ihn nutzlos und wird entsorgt.
Dr. Overath hingegen hat aufgrund der Nachricht Verdacht geschöpft und erwartet Gregor bereits und sie kann ihm einige Tipps für seine Suche nach Olaf geben, aber wie wird der nach all den Jahren auf seinen Bruder reagieren?
Will er ihn überhaupt wiedersehen?

Auch in Moe Teratos zweitem Teil von „Geständnis…“ treffen wir wieder auf Gregor Schulte, der inzwischen erwachsen ist, aber noch immer keinerlei Gefühle für seine Mitmenschen hegt.
Viele Dinge, von denen er als Kind nur geträumt hat, kann er nun endlich ausprobieren und gerät in einen wahren Blutrausch, der mir 4 von 5 Blutlachen wert ist…

(Rezension 06/2016)

• Autor:                                    Moe Teratos

• Verlag:                                  CreateSpace Independent Publishing

• Format:                                 Taschenbuch

• Seitenzahl:                           170 Seiten

• ISBN:                                      978-1534747050

 Genre:                                   Thriller

• Bewertung:

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